Hames-Boucres verbindet unterschiedliche Landschaftsbezüge mit Kulturorten und zwei vergleichbaren Wanderrouten. Im Osten liegen ehemalige Marschflächen, die in Weideland umgewandelt wurden und zur flämischen Ebene gehören; im Westen reicht der Ort bis zu den ersten Ausläufern der Hügel des Boulonnais. Für Ihre Planung eröffnet das eine konkrete Wahl: Sie können die Landschaft zum Einstieg nehmen oder Gehzeit und einen benannten Kulturort zum Ausgangspunkt machen. Die Touren unterscheiden sich sowohl in Länge und angegebener Gehzeit als auch in den genannten Bezugspunkten.
Landschaft zwischen Ebene und Hügelland
Die östlichen Flächen sind ehemalige Marschen, inzwischen zu Weideland umgewandelt; sie gehören zur flämischen Ebene und werden allgemein als Zone der Planche Tournoire bezeichnet. Auf der Westseite reicht Hames-Boucres bis an die ersten Ausläufer der Hügel des Boulonnais. Beide Landschaftsbezüge geben dem Ort eine klare Ost-West-Orientierung: Planche Tournoire steht für den flämischen Ebenenbezug, der Boulonnais für den westlichen Übergang zu Hügeln. Gerade für einen kurzen Aufenthalt eignet sich dieser Gegensatz als roter Faden. Er bietet Ihnen zwei unterschiedliche landschaftliche Bezugspunkte für Ihre Entdeckung des Ortes.
Kirche, Kapelle und Baugeschichte
Die Saint-Martin-Kirche in Hames-Boucres war ursprünglich die Kirche von Boucres. Die Chapelle Sainte-Victoire setzt einen anders datierten Bezug: Sie wurde am 28. September 1873 eingeweiht. Bei ihrer Ausstattung ist eine zeitliche Abfolge überliefert. Zunächst erhielt die Kapelle Statuen Unserer Lieben Frau von Lourdes und des heiligen Josef; 1912 kam eine Statue Jeanne d’Arcs hinzu, 1920 eine Statue der heiligen Therese von Lisieux. So stehen bei Kirche und Kapelle unterschiedliche historische Fragen im Vordergrund: die ursprüngliche Zuordnung der Saint-Martin-Kirche zu Boucres und die Entwicklung der Kapellenausstattung.
Das Château du Baron Saint-Paul hat eine Baugeschichte, die bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zurückreicht. Der Bau begann unter dem Einfluss von Maximilien Thélu und wurde nach rund zehn Jahren um 1800 abgeschlossen. 2003 wurde das Château gekauft und restauriert. Damit kommen zur Geschichte der Kirche und Kapelle auch Bauzeit und spätere Restaurierung eines weiteren Bauwerks als eigene historische Stationen hinzu.
Zwei Wanderrouten nach Zeit und Bezugspunkt wählen
Die beiden Routen lassen sich gut anhand ihrer Länge und der angegebenen Gehzeit vergleichen. Der Sentier de la Leulingue ist 7,5 km lang; die Gehzeit beträgt 2 Stunden und 30 Minuten. Der Rundweg La Planche Tournoire ist 16,5 km lang und mit 4 Stunden angegeben. Zwischen den beiden Angaben liegen 9 km und 1 Stunde 30 Minuten. Wählen Sie nach der Gehzeit, die in Ihren Tag passt, und nach dem jeweiligen Bezugspunkt: Der Rundweg La Planche Tournoire führt an der Chapelle Sainte-Victoire vorbei, der Sentier de la Leulingue am Château de Hames. So unterscheiden sich die Wege nicht nur durch ihren Zeitbedarf, sondern auch durch die genannten Orte entlang der Routen. Die Zeitangaben helfen Ihnen, die Gehstrecke in Ihre Tagesplanung einzuordnen.
Öffentlicher Verkehr
Hames-Boucres wird vom kostenlosen öffentlichen Verkehrsnetz Imag’in bedient; dessen Agglomerationsnetz umfasst 13 Linien. Prüfen Sie vor Ihrer Reise die aktuellen Serviceinformationen, wenn Sie den öffentlichen Verkehr einplanen möchten. So können Sie Ihre Planung an den dann geltenden Angaben ausrichten.
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