Haucourts Geschichte zeigt sich in unterschiedlichen Themen: im Art-déco-geprägten Wiederaufbau-Erbe des Dorfes und in den Erinnerungsorten zum Ersten Weltkrieg. Hinzu kommen die Tränke und der Wald rund um das ehemalige Schloss als Sehenswürdigkeiten. Diese Motive verweisen auf verschiedene Aspekte des Ortes – von Architektur und Ortsgeschichte bis zum Gedenken.
Wiederaufbau und Art déco
Haucourt ist eines von fünf Dörfern der Communauté de Communes Osartis-Marquion, die mit dem Label „Village Patrimoine®“ ausgezeichnet sind. Das Wiederaufbau-Erbe des Dorfes gilt als repräsentativ für den Art-déco-Stil. Die Kirche Saint-Michel in Haucourt und das ehemalige Café Lourdeaux am Ortseingang gehören zu diesem Erbe. Sie geben dem architektonischen Thema konkrete Bezugspunkte: eine Kirche und ein früheres Café, beide mit der Rekonstruktion des Dorfes verbunden. Wer sich für Architektur interessiert, kann Haucourt so über mehr als ein einzelnes Bauwerk einordnen. Das gemeinsame Thema ist das vom Wiederaufbau geprägte Art-déco-Erbe; die beiden genannten Gebäude sind unterschiedliche Beispiele dafür.
Weitere Sehenswürdigkeiten des Dorfes
Zu den Sehenswürdigkeiten zählen auch die Tränke von Haucourt und der Wald rund um das ehemalige Schloss. Die Motive setzen verschiedene Akzente: Bei der Tränke steht ein benanntes Einzelobjekt im Vordergrund, beim Wald der Bezug zur Umgebung des früheren Schlosses. Neben der Baugeschichte treten damit ein Dorfdetail und ein Landschaftsbezug hervor. Die Tränke und der Wald sind andere Anknüpfungspunkte als die Kirche Saint-Michel und das ehemalige Café, die zum Wiederaufbau-Erbe gehören. Für die eigene Schwerpunktsetzung macht dieser Unterschied Haucourts örtliche Themen leichter unterscheidbar.
Friedhof und Memorial: zwei Formen des Gedenkens
Der Vis-en-Artois British Cemetery in Haucourt liegt nördlich der Hauptstraße zwischen Vis-en-Artois und Haucourt. Er umfasst 2.369 Gräber, darunter 885 mit identifizierten Opfern. Das Vis-en-Artois Memorial trägt die Namen von 9.813 englischen, irischen und südafrikanischen Soldaten, die zwischen August und dem Waffenstillstand in der Somme und im Artois fielen und deren Leichen nicht geborgen wurden. Friedhof und Memorial haben damit unterschiedliche Schwerpunkte. Die Zahl 2.369 bezieht sich auf Gräber am Cemetery, die 9.813 auf Namen am Memorial. Diese Unterscheidung hilft, die beiden Erinnerungsorte einzuordnen, ohne Gräber und Namen zu einer gemeinsamen Zahl zusammenzufassen.
Ortsgeschichte in die Planung einbeziehen
Die Dorfführer von Haucourt kennen die örtlichen Geschichten des Dorfes. Wenn Sie diese Perspektive in Ihren Aufenthalt einbeziehen möchten, klären Sie vorab, ob ein Austausch möglich ist. Das örtliche Wissen ergänzt die baulichen und historischen Themen um einen weiteren Zugang zur Dorfgeschichte, ohne dass Sie dafür die verschiedenen Sehenswürdigkeiten gleichsetzen müssen.
Ob Haucourt zu Ihren Reiseplänen passt, hängt vor allem davon ab, ob Sie sich für das Wiederaufbau-Erbe, die Orte des Gedenkens oder die weiteren Sehenswürdigkeiten interessieren.
Weitere Reiseziele entdecken: Fiennes, Equihen-Plage, Colembert, Villers-Châtel, Douvrin, Richebourg, Beuvrequen, Bailleul-Sir-Berthoult
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pas-De-Calais.