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Lacres liegt auf dem Haut Plateau Boulonnais. Pfarrkirche Saint-Martin, zwei Manoirs, benannte Wanderwege und eine lokale Gebäckspezialität bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung. Wer sich für Baugeschichte interessiert, kann mehrere datierte Bauphasen vergleichen; beim Wandern geben der GR 120-121 und die Route Le Haut Pichot unterschiedliche Hinweise zu Verlauf und Zielen. Auch lokale Erzeugnisse bilden ein eigenes Thema. So lässt sich der Schwerpunkt nach den Interessen an Architektur, Landschaft oder Küche wählen.

Kirche und lokale Überlieferung

Die Pfarrkirche Saint-Martin liegt am Chemin de l'Eglise in Lacres. Ihr Kern stammt aus dem 15. oder 16. Jahrhundert; Schiff und Chor wurden um die Mitte des 18. Jahrhunderts teilweise erneuert. Der Glockenturm wurde 1835 errichtet. Damit lassen sich mehrere Bauphasen unterscheiden, statt der gesamten Kirche ein einziges Entstehungsdatum zuzuordnen. In der Kirche befindet sich auch die Pierre de Saint-Fiacre. Ihr wird eine heilende Wirkung bei Hämorrhoiden zugeschrieben. Diese Überlieferung gibt dem Bauwerk neben seiner Architekturgeschichte einen eigenen lokalen Folklorebezug.

Manoirs mit unterschiedlichen Baugeschichten

Das Manoir de Sequières liegt im Weiler Sequières in Lacres. Sein Hauptbau stammt wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert. Zur Anlage gehört eine bemerkenswerte Scheune aus dem 19. Jahrhundert; der Turm des Wohnbaus wurde 1818 restauriert. Beim Manoir de Dalles liegen andere konkrete Zeitmarken vor: Es wurde 1650 für die Familie de Hesmont erbaut, und sein Taubenschlag ist auf 1829 datiert. Das Manoir de Dalles ist Privatbesitz. Im Vergleich unterscheiden sich die geschichtlichen Schwerpunkte: Bei Sequières treten Hauptbau, Scheune und restaurierter Turm hervor, bei Dalles das Baujahr, die genannte Familie und der datierte Taubenschlag. Die Gebäude lassen sich so anhand ihrer einzelnen Bauphasen einordnen, statt sie pauschal derselben Epoche zuzurechnen.

Wanderwege und Landschaft

Für Wandernde sind zwei unterschiedliche Wegbezüge interessant. Der Fernwanderweg GR 120-121 führt durch Lacres. Die Wanderroute Le Haut Pichot führt in Richtung Séquières (Lacres) und anschließend zum Wasserturm von La Verte Voie. Der GR 120-121 beantwortet damit die Frage nach einem Fernwanderweg durch den Ort; bei Le Haut Pichot stehen die Richtung nach Séquières und das anschließende Ziel am Wasserturm im Vordergrund. Die beiden Angaben bieten unterschiedliche Anhaltspunkte für die Planung: einmal den Verlauf durch Lacres, einmal eine benannte Abfolge von Zielen.

Ein weiterer Landschaftsbezug ist die 664,35 Hektar große ZNIEFF „Coteau crayeux de Nesles-Verlincthun et bois de Tingry et motte féodale“, die die Gemeinde Lacres umfasst. Die Flächenangabe setzt einen anderen Rahmen als die konkreten Wegverläufe. Zusammen zeigen diese unterschiedlichen Bezüge, dass sich der Landschaftsaspekt sowohl über eine Route mit benannten Zielen als auch über ein Naturinventar erschließen lässt.

Lokale Spezialität

In Lacres stellt Mme Ternisien Tartes au Papin her, die auch Tarte au libouli genannt werden. Außerdem fertigt sie Quiches und Quatre-quarts. Der Doppelname bezeichnet dieselbe Tarte; Quiches und Quatre-quarts sind weitere Produkte. Wenn Sie bei der Wahl eines Reiseziels auch auf lokale Küche achten, ist diese konkrete Auswahl ein eigener Anknüpfungspunkt neben den historischen Gebäuden und den Wanderwegen.

Weitere Reiseziele entdecken: Wimille, Tilloy-lès-Mofflaines, Étaples, Bouquehault, Inxent, Busnes, Estrée-Cauchy, Blingel.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pas-De-Calais.

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