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Ein prägnanter Einstieg in Landrethun-Le-Nord ist seine Kirchenbaugeschichte: Die frühere Kirche aus dem frühen 18. Jahrhundert wurde während des Zweiten Weltkriegs durch Bomben zerstört; die heutige Saint-Martin-Kirche entstand von 1958 bis 1961.

Saint-Martin: eine Kirche der Nachkriegszeit

Die heutige Kirche wurde nach Plänen von Joseph Philippe errichtet, einem Schüler von Dom Bellot. Rotes Verblendmauerwerk, ein Schieferdach, eine überdachte Vorhalle und ein freistehender Campanile kennzeichnen den Bau. Ein Campanile ist ein separat stehender Glockenturm; diese Bauform unterscheidet sich von einem Turm, der unmittelbar in den Kirchenbau integriert ist. Material, Dach und die eigenständige Stellung des Turms geben der Kirche ein klar erkennbares architektonisches Profil. Zusammen mit der Geschichte der zerstörten Vorgängerkirche erzählt der Bau damit von zwei unterschiedlichen Kapiteln: der älteren Ortsgeschichte und dem Wiederaufbau nach dem Krieg.

Danse des Neuches und Fontaine des Neuches

Die Danse des Neuches ist ein Steinkreis in Landrethun-le-Nord, der Archäologen und Historiker lange beschäftigte. Die Steine liegen auf einem eingefriedeten Privatgrundstück, sind aber von der Rue des Noces aus sichtbar. Sichtbarkeit und Zutritt sind nicht dasselbe: Klären Sie vor einem Besuch, welche Zugangsmöglichkeiten aktuell bestehen, statt aus dem Blick von der Straße eine Zutrittserlaubnis abzuleiten.

Die Fontaine des Neuches ist eine Quelle, die mit den Steinen der Neuches verbunden ist. Sie liegt etwas mehr als 150 Meter von den Steinen entfernt, links an der Straße in Richtung Ferques, und ist von der Straße aus frei zugänglich. Auch hier empfiehlt es sich, die Zugänglichkeit vor dem Besuch aktuell zu prüfen. Mit der Quelle verknüpft die lokale Überlieferung eine besondere Erzählung: In der Nacht vor dem Johannistag im Sommer, genau um Mitternacht, konnte sie wahren Gläubigen ein ausgezeichnetes Getränk darbieten. Voraussetzung waren Nüchternheit und der Stand der Gnade. Das gehört zur örtlichen Überlieferung, nicht zu einem heutigen Getränkeangebot.

Via Francigena und Plan d’eau

Der Chemin des Poissonniers ist Teil des GR145 „Via Francigena“. Damit erhält die Route einen konkreten Bezug zu Landrethun-le-Nord und ergänzt die Ortsgeschichte um ein eigenes Thema für Reisende, die sich für die Via Francigena interessieren.

Der Plan d’eau und seine Nebenanlagen können über das Rathaus von Landrethun-le-Nord reserviert werden; dabei wird ein Termin mit der zuständigen Person vereinbart. Fragen Sie dort nach dem aktuellen Ablauf, denn die Reservierungsverfahren können sich ändern. Im Rahmen einer Reservierung kann der Zugang zum 3.700 m² großen Becken unter der Aufsicht eines Vertreters von ADAL Pêche erfolgen. Angelpartien lassen sich gegen Aufpreis ebenfalls mit ADAL Pêche vereinbaren. Becken-Zugang und Angeln sind dabei unterschiedliche Möglichkeiten, die jeweils eigens abzustimmen sind.

Geführte Besichtigungen bei der Forteresse de Mimoyecques

Der Hang bei der Forteresse de Mimoyecques befindet sich in Privatbesitz und kann nur im Rahmen geführter Besichtigungen entdeckt werden. Diese werden von der Communauté de communes de La terre des 2 caps oder dem Conservatoire organisiert. Da sich die Besichtigungsarrangements ändern können, erkundigen Sie sich vorab bei den zuständigen Veranstaltern. So lässt sich dieser Besuch passend planen, ohne ihn mit den von der Straße aus sichtbaren Neuches-Steinen oder dem über das Rathaus reservierbaren Plan d’eau gleichzusetzen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pas-De-Calais.

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