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Die Ferme des Dames gibt Marenla einen konkreten historischen Anker: Sie stammt aus dem Jahr 1651 und wurde 1761 unter der Verwaltung der Äbtissin von Sainte-Austreberthe, Anne-Marie de Jouanne d'Esgeigny, wiederaufgebaut. Die beiden Jahreszahlen markieren unterschiedliche Stationen des Hofes: 1651 seine Herkunft, 1761 eine spätere Bauphase. Dass die Äbtissin namentlich genannt wird, verknüpft den Wiederaufbau mit der Verwaltung der Abtei und gibt der zweiten Jahreszahl einen eigenen historischen Zusammenhang.

Hof, Kirche und Papeterie

Zum bemerkenswerten, nicht geschützten architektonischen Erbe Marenlas gehören die Église Saint-Aubin und ein Überrest der ehemaligen Abtei-Propstei. Gemeinsam mit der Ferme des Dames stehen damit Hof, Kirche und Überrest einer Propstei als unterschiedliche Bauzeugnisse im Blick. Der Überrest bezeichnet einen verbliebenen Teil der früheren Propstei, nicht die gesamte Anlage.

Die Papeterie de Marenla ergänzt diese Baugeschichte um ein industrielles Kapitel. Ab 1852 baute Adrien Fresnaye sie zu einer mechanischen Papierfabrik aus; 1889 erhielt die Papeterie auf der Weltausstellung in Paris eine Bronzemedaille. Anders als die spätere Bauphase der Ferme des Dames markieren diese Daten den Ausbau einer Papierfabrik und eine Auszeichnung. Für einen historischen Schwerpunkt ergänzt Industriegeschichte damit die Themen Hof, Kirche und Propstei.

Wandern und Kajak auf unterschiedliche Weise planen

Wer auch die Landschaft einbeziehen möchte, kann die Wanderung „La Falaise“ berücksichtigen. Sie ist etwa 11 km lang und dauert rund 2 Stunden und 45 Minuten. Unterwegs eröffnet die Wanderung Ausblicke auf die Höhen von Marenla und das Canche-Tal. Die ungefähre Dauer ergibt einen eigenen Zeitblock für die Tagesplanung, während die Streckenlänge den räumlichen Umfang angibt. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Routenbedingungen.

Ein anderes Aktivitätsthema ist Marenla FS, ein Doppelspot für Freestyle-Kajak auf der Canche beim Dorf Marenla. Ein Kajak-Topo vom 12. Oktober 2019 beschreibt einen eher wellenartigen und einen eher walzenförmigen Abschnitt. Der Begriff Doppelspot bezeichnet hier zwei Abschnitte am selben Freestyle-Kajakspot, nicht zwei getrennt benannte Orte. Der Spot wird durch ein altes Wehr mit Guillotine-Schützen gebildet. Da sich die physischen Bedingungen durch Flussmanagement und Wasserstände ändern können, prüfen Sie sie vor der Nutzung vor Ort. Marenla FS ist nicht direkt zu Fuß erreichbar: Paddler setzen flussabwärts ein und fahren auf der Canche etwa 100 m gegen die Strömung flussaufwärts. Diese 100 m beziehen sich auf die Fahrt flussaufwärts nach dem Einsetzen.

Für die Planung zählt daher ein anderer Maßstab: Bei „La Falaise“ sind Streckenlänge und Dauer die klaren Eckdaten; bei Marenla FS prägen Wasserzugang und veränderliche Bedingungen die Entscheidung.

Weitere Reiseziele entdecken: Saint-Omer, Warlincourt-Lès-Pas, Reclinghem, Neufchâtel-Hardelot, Valhuon, Carly, Meurchin, Lisbourg.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pas-De-Calais.

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