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Die Geschichte Oppys verbindet das Gedenken im Dorf mit den Kämpfen und Erinnerungen rund um Oppy Wood. Auf dem Dorfplatz steht das Oppy Memorial; in Oppy Wood wurde später ein Kriegsdenkmal von Kingston upon Hull errichtet. Auch die Église Saint-Nicolas steht in Oppy. Diese Orte bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte, um den Ort und seine Geschichte einzuordnen.

Gedenken im Dorf und in Oppy Wood

Das Oppy Memorial auf dem Dorfplatz erinnert an die Gefallenen aus Kingston upon Hull und an Angehörige aller örtlichen Einheiten, die im Ersten Weltkrieg ums Leben kamen. Sein Gedenken umfasst damit sowohl die Gefallenen aus Kingston upon Hull als auch Angehörige örtlicher Einheiten. Der Standort im Dorf ist ein anderer Bezugspunkt als Oppy Wood, das mit den Kämpfen von 1917 verbunden ist.

Auch die Geschichte des Grundstücks gehört zur Entstehung des Oppy Memorial: Es wurde zum Gedenken an Pierre gestiftet, einen Unteroffizier des französischen 504. Panzerregiments. Pierre fiel am 8. August 1918 bei Guyencourt. Die Stiftung des Grundstücks und die Gedenkfunktion des Memorials erzählen damit von unterschiedlichen Aspekten des Erinnerns: von der Widmung an eine einzelne Person und von den Gefallenen aus Kingston upon Hull sowie den örtlichen Einheiten.

Davon räumlich zu unterscheiden ist das Kriegsdenkmal von Kingston upon Hull in Oppy Wood. Kingston upon Hull wählte den Wald nach dem Ersten Weltkrieg als Standort für dieses Denkmal; enthüllt wurde es im Oktober 1927. Die beiden Ortsbezüge führen also zu unterschiedlichen Gedenkstätten: zum Oppy Memorial auf dem Dorfplatz und zum Denkmal in Oppy Wood. Die Église Saint-Nicolas ist ein weiterer benannter Ort in Oppy, mit einem religiösen Bezug statt einer Widmung an die Gefallenen.

Die Ereignisse von 1917 einordnen

Für Oppy und Oppy Wood sind mehrere Daten bedeutsam, die verschiedene militärische Vorgänge markieren. Am 28. April 1917 scheiterte der britische Angriff auf Oppy. Am 3. Mai scheiterte ein Angriff, zu dessen Zielen die Einnahme Oppys gehörte, unter hohen Verlusten. Am 28. Juni 1917 wurde Oppy Wood erobert; bei diesem Angriff gerieten 280 deutsche Soldaten in Gefangenschaft. Die Daten beschreiben also nicht ein einzelnes Ereignis, sondern zwei gescheiterte Angriffe auf Oppy und die spätere Eroberung von Oppy Wood.

Ein Zeitzeugenbericht eines Veteranen des Ersten Weltkriegs verortet Truppen kurz nach der Schlacht von Vimy an der Front von Oppy Wood. Dieser zeitliche Bezug ergänzt die konkreten Daten der Angriffe und der Eroberung. Das Kriegsdenkmal von Kingston upon Hull wurde erst im Oktober 1927 enthüllt; die Gedenkstätte in Oppy Wood gehört damit zu einer späteren Ebene der Geschichte als die Ereignisse von 1917.

Orte und Wege unterscheiden

Auch die historische Linienführung lässt sich räumlich einordnen: Die Oppy-Méricourt-Vendin-Linie verlief westlich von Oppy und seinem Wald. Sie zweigte ab, um beiderseits von Arleux zu verlaufen. Das ist ein anderer räumlicher Bezug als der Dorfplatz mit dem Oppy Memorial oder Oppy Wood mit dem Kriegsdenkmal von Kingston upon Hull. Für die Orientierung hilft es, diese Ortsangaben auseinanderzuhalten, statt die verschiedenen Erinnerungsorte als einen einzigen Schauplatz zu behandeln.

In Oppy gibt es keinen britischen Soldatenfriedhof. Die nächstgelegenen britischen Friedhöfe befinden sich in Willerval und Farbus. Damit sind das Memorial auf dem Dorfplatz und die genannten Friedhöfe unterschiedliche Orte für die Beschäftigung mit dem Gedenken. Wenn Sie solche Stationen in Ihre Planung aufnehmen, behalten Sie die Ortsnamen getrennt im Blick.

Der GR 121 und lokale Wanderwege in Oppy sind in Planungen zu ihrem Erhalt und zu einer besseren Erschließung für ihre Entdeckung einbezogen. Vorgesehen sind unter anderem Parkplätze, Rast- und Picknickplätze sowie Informationstafeln. Für eine konkrete Wanderungsplanung ist der Stand dieser Vorhaben relevant; prüfen Sie ihn am besten vorab. So können Sie die historische Einordnung Oppys mit der Frage verbinden, ob Sie Ihren Aufenthalt auf die Gedenkorte im Dorf, Oppy Wood oder die vorgesehenen Wanderwege ausrichten möchten.

Weitere Reiseziele entdecken: Thièvres, Maresville, Noyelles-Godault, Izel-lès-Équerchin, Saint-Laurent-Blangy, Caumont, Beuvrequen, Beutin.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pas-De-Calais.

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