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Pas-en-Artois lässt sich über seine Flusslandschaft, Dorfwege und Bauwerke erschließen. Die Kilienne durchquert den Ort; zugleich reicht die Geschichte der Église Saint-Martin bis ins 15. Jahrhundert zurück. Für die Orientierung bieten sich ein Rundgang durch die Dorfstraßen und der Sentier des Bois mit angegebener Länge und ungefährem Zeitbedarf an.

Fluss und Dorfwege

Die Kilienne ist ein Nebenfluss der Authie. Nahe der Kirche trifft sie auf den Bach Beaucamp. Historisch trieb die Kilienne bis zu sieben Mühlen an. Diese Angaben geben dem Fluss einen doppelten Bezug zum Ort: Er durchquert Pas-en-Artois und gehört zugleich zu seiner überlieferten Landschaftsgeschichte.

Der Village-Patrimoine-Rundgang führt durch die Straßen des Dorfes und umfasst sechs wichtige Sehenswürdigkeiten. Wer seine Erkundung an einzelnen Stationen ausrichten möchte, findet hier einen anderen Ansatz als auf dem Sentier des Bois: Bei diesem Wanderweg stehen Streckenlänge und ungefähre Dauer im Vordergrund. Der Weg beginnt an der Grand’place, ist neun Kilometer lang und dauert etwa zwei Stunden und 15 Minuten. Nach der Überquerung einer kleinen Schleuse verläuft er am linken Ufer der Kilienne entlang. So lässt sich die Dorfroute über ihre Sehenswürdigkeiten mit einer Wanderung vergleichen, für die ein konkreter Zeitrahmen angegeben ist.

Kirche, Calvaire und Château

Die Église Saint-Martin ist die einzige erhaltene der drei Kirchen, die Pas-en-Artois im 15. Jahrhundert hatte. Ihr Glockenturm steht seit dem 6. November 1929 unter Denkmalschutz. Diese beiden Eckdaten geben einen knappen historischen Rahmen: Die Geschichte der Kirche reicht mehrere Jahrhunderte zurück, während der Schutz des Glockenturms ein genaues Datum trägt.

Vom Calvaire auf dem Hügel Saint-Pierre bietet sich ein Panorama über das Dorf und das Château. Das Calvaire wurde 2022 nach siebenwöchigen Arbeiten wiederhergestellt. Das Château selbst ist ein Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert am Südhang des Hügels Châtelet. Es befindet sich in Privatbesitz und ist für die Öffentlichkeit geschlossen; als Teil des umliegenden Panoramas kann es von außen betrachtet werden. Damit ist die Aussicht ein eigener Zugang zum Bauwerk, ohne einen Besuch im Inneren vorauszusetzen.

Kleine Zeugnisse am Weg

Der kleine Weg zum Arbre à la Vierge führt an einem Baumheiligtum vorbei. In einer kleinen Nische steht eine Statuette der Jungfrau Maria. Unter der Vegetation sind entlang des Weges noch Einschlagspuren von Granaten sichtbar.

Auch ein Gemälde gehört zu den bemerkenswerten Kunstbezügen des Ortes: „Vierge à l'Enfant entourée de saintes et d'anges“ ist eine Kopie eines Werks von Perugino. Das Original wird im Louvre in Paris aufbewahrt; die Kopie wurde 1872 vom Staat übergeben. Der Unterschied zwischen Original und Kopie ist dabei wichtig: Das Werk im Louvre ist das Vorbild, während sich die Übergabe von 1872 auf die Kopie bezieht.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pas-De-Calais.

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