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Barbery vereint die Spuren einer ehemaligen Zisterzienserabtei mit Kirchen und einer langen Geschichte der Ziegelherstellung. Der Ort liegt zugleich am Rand des Waldes von Cinglais. Für die Reiseplanung bietet das eine klare Auswahl zwischen kulturhistorischen Entdeckungen und einem Landschaftsschwerpunkt.

Abtei und Kirchen: Geschichte in Bauwerken und Kunst

Die ehemalige Abtei Notre-Dame de Barbery wurde 1177 als Zisterzienserabtei gegründet. Ihre Abteikirche wurde 1246 geweiht. Die beiden Jahreszahlen markieren unterschiedliche Stationen: Auf die Gründung des Klosters folgte später die Weihe der Kirche. Von der Abbaye de Barbery sind heute ein Teil der Fassade und einige Gebäude erhalten. Die Abbaye befindet sich in Privatbesitz und ist von der öffentlichen Straße aus sichtbar.

Ein Kunstwerk führt die Abteigeschichte mit der Kirche Saint-Pierre zusammen. Dort steht im Chor an der Südwand eine Statue „Vierge à l'Enfant“. Sie stammt sehr wahrscheinlich aus dem Chor der Abtei und wird in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts datiert. Die Verbindung macht das ehemalige Kloster auch über ein konkretes Kunstwerk im heutigen Kirchenraum greifbar.

Auch die Kirche Saint-Pierre erzählt von baulichen Veränderungen. Im Original erhalten ist nur das verzierte Portal des Kirchenschiffs; im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche umgebaut. Eine weitere Kirche ist Saint-Martin in Mesnil-Touffray (Barbery). Sie wurde nach einer teilweisen Zerstörung im 18. Jahrhundert umgebaut; ihr Tragwerk besteht aus Stein aus Quilly. Bei Saint-Pierre steht das originale Portal im Vordergrund, bei Saint-Martin das Material des Tragwerks und die Geschichte des Umbaus.

Ziegel aus Barbery und ihre regionale Verwendung

Auch die Ziegelherstellung gehört zur Geschichte Barbery. Die historischen Ziegelwerke waren vom 14. bis zum 18. Jahrhundert in Betrieb. Dachziegel aus Barbery wurden häufig für Dächer in Caen verwendet. Für das Schloss von Caen wurden sie im 15. Jahrhundert gekauft; auch für das Schloss von Falaise kamen Ziegel aus Barbery zum Einsatz. Die Zeitspanne zeigt die Dauer der Produktion, die konkreten Verwendungen machen ihre regionale Reichweite greifbar. Zusammen erzählen die Angaben von zwei Ebenen: dem Betrieb der Ziegelwerke in Barbery und dem Einsatz ihrer Erzeugnisse in der regionalen Baugeschichte.

Wandern am Rand des Waldes von Cinglais

Die Route „Terre, eau et patrimoine en Cingal“ führt in Richtung der Abbaye de Barbery und anschließend in den Wald von Cinglais. Als etwa 4,5-stündige Wanderung verläuft sie durch das Gebiet des Calvados auf markierten und gepflegten Wegen. Für die Tagesplanung lässt sich diese ungefähre Dauer als Zeitrahmen ansetzen. Da sich Wegführungsangaben ändern können, prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuelle Streckenführung. Für die Wahl des Tagesprogramms ist die Abfolge aufschlussreich: Der Weg nimmt zuerst Bezug auf das Kulturerbe, anschließend auf die Landschaft des Waldes. Damit verbindet die Wanderung einen kulturellen Bezug mit einem späteren Waldabschnitt.

Weitere Reiseziele entdecken: Hotot-En-Auge, Campandré-Valcongrain, Fontenay Le Pesnel, Annebault, Gonneville-Sur-Honfleur, Amayé-Sur-Orne, Saint-Paul-Du-Vernay, Cheffreville-Tonnencourt

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Calvados.

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