Zum Inhalt

Mehr als 21.200 deutsche Soldaten sind auf dem deutschen Soldatenfriedhof in La Cambe begraben. Dort wurden 1.220 Ahornbäume als lebendige Symbole des Friedens und der Versöhnung zwischen den Nationen gepflanzt. Diese Gedenkstätte verbindet konkrete Erinnerung an die Toten mit einer ausdrücklich auf Versöhnung gerichteten Aussage. Ergänzend geben eine dreisprachige Ausstellung, Gedenkstelen zur Geschichte des Flugplatzes A-2, die Kirche Notre-Dame und Wanderwege unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt. Sie können den Schwerpunkt auf die Geschichte des Zweiten Weltkriegs, auf Kirchenbau und Ortsgeschichte oder auf Wege durch die Landschaft legen.

Gedenken und Flugplatzgeschichte

Die dreisprachige Ausstellung auf dem deutschen Soldatenfriedhof behandelt den Menschen im Krieg, deutsche Soldatengräber, die Zivilbevölkerung, die Bedeutung von Gedenkfeiern und die Erinnerungskultur. Damit reicht der Blick von den Gräbern über die Erfahrungen der Zivilbevölkerung bis zur Frage, wie Gedenken gestaltet wird. Zusammen mit den Ahornbäumen, die ausdrücklich Frieden und Versöhnung symbolisieren, eröffnet die Gedenkstätte zwei unterschiedliche Zugänge: konkrete Themen der Kriegs- und Erinnerungsgeschichte sowie eine symbolische Aussage.

Auch die Gedenkstele für die 165th Signal Photographic Company gehört zu den Erinnerungsorten in La Cambe. Eine Stele zum vorgeschobenen Flugplatz A-2 hält einen anderen Bezug fest: Im Sommer 1944 befand sich ein amerikanischer Flugplatz teilweise auf dem Gebiet der Gemeinde. Der Flugplatz A-2 Cricqueville-en-Bessin war am 17. Juni 1944 betriebsbereit; dort waren die 354th Fighter Group und die 367th Fighter Group stationiert. Die Gedenkorte halten damit sowohl eine Einheit als auch die Geschichte des Flugplatzes fest. Vom Ortszentrum aus ist die Stele zum Flugplatz A-2 über die Rue des Vignets in nördlicher Richtung erreichbar. Der Weg führt durch den Weiler; anschließend führt eine schmale Straße 200 Meter weit zur Stele.

Notre-Dame: Ortsgeschichte und Bauform

Die Kirche Notre-Dame ergänzt die Gedenkorte um eine deutlich ältere Ortsgeschichte. Sie ist seit dem späten 13. Jahrhundert belegt. Damals schenkte Robert Dumesnil, Herr von La Cambe, die Kirche zusammen mit den Zehnten der Pfarrei dem Kloster Plessis-Grimoult. Ihr Grundgefüge ist romanisch; der Grundriss hat die Form eines lateinischen Kreuzes mit Langhaus, Chor, Querhaus und zwei Kapellen. Das Querhaus kreuzt die Längsrichtung von Langhaus und Chor, die Kapellen ergänzen den Grundriss. Für einen geschichtlich ausgerichteten Aufenthalt stehen so unterschiedliche Zeitbezüge nebeneinander: die Kirchengeschichte des späten 13. Jahrhunderts und die Erinnerungsorte zur Flugplatzgeschichte von 1944.

Wanderwege und Landschaft

Mehrere Wanderwege durchqueren das Gebiet von La Cambe; einige davon sind auch für Mountainbikes geöffnet. Von La Cambe führen Wanderwege ins Landesinnere mit Bocage-Landschaften und Sumpfgebieten, nach Isigny und zu den Stränden. Die Wegziele reichen damit vom Binnenland mit seinen Bocage- und Sumpfgebieten bis nach Isigny und zu den Stränden. Neben den Gedenkstätten und der Kirche eröffnet sich für den Aufenthalt so eine landschaftliche Perspektive mit mehreren genannten Richtungen.

Weitere Reiseziele entdecken: Thury-Harcourt, Villers-Bocage, Ouistreham, Saint-Rémy, Livarot, Annebault, Danestal, Douvres-la-Délivrande

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Calvados.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.