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Eine Grabplatte im Chor der Kirche Saint-Pierre, gallorömische Keramik und die Geschichte eines Lehens geben Pierres mehrere konkrete historische Anknüpfungspunkte. Hinzu kommt die Brasserie Valdal mit Brauereibesichtigung und Verkostung. So lassen sich bei der Reiseplanung Kirchenkunst, archäologische Spuren, Ortsgeschichte und regionale Getränke als unterschiedliche Interessen berücksichtigen.

Kirche und archäologische Spuren

Im Chor der Kirche Saint-Pierre in Pierres befindet sich die Grabplatte von Georges de Banville, der 1697 starb. Zwei Engel tragen die Platte. Sie verbindet einen konkreten Namen und ein Todesjahr mit einem markanten bildhauerischen Detail. In derselben Kirche befinden sich ein Kelch und eine Patene sowie ein rustikaler normannischer Sakristeischrank. Kelch, Patene und Schrank wurden am 6. September 1984 als geschützte Objekte eingetragen. Damit begegnen in der Kirche sowohl ein Grabmal als auch mehrere Gegenstände, die als geschützte Objekte geführt werden.

Auch archäologische Funde gehören zum Bild von Pierres. In den 1960er-Jahren wurden im Gebiet zahlreiche polierte und bearbeitete Steine entdeckt. Hinzu kommen gallorömische Töpferwaren, Dachziegel und Terra-Sigillata-Keramik. Die Beschreibungen geben unterschiedliche Anhaltspunkte: Bei den Steinen stehen Bearbeitung und Politur im Vordergrund, die genannten Keramik- und Dachziegel sind dagegen gallorömisch eingeordnet. So ergänzen die Funde die kirchlichen Zeugnisse um eine weitere Perspektive auf die Geschichte des Ortes.

Ein Lehen im Wandel

Die Geschichte der Herrschaft von Pierres lässt sich an mehreren zeitlich getrennten Veränderungen ablesen. 1204, während der Eingliederung des Herzogtums Normandie in das Königreich Frankreich, enteignete die Krone Hascoldus de Soligny seines Lehens in Pierres. Er war ein Parteigänger der Engländer. Die Herrschaft wurde später zu einer königlichen Farm, die als „fief-ferme“ bezeichnet wurde. 1210 wurde dieses Lehen an Richard de Rouvencestre verliehen. Enteignung und spätere Verleihung sind dabei unterschiedliche Schritte: Sie markieren einen Wandel des Lehens und seiner Verwaltung, nicht ein einzelnes Ereignis.

Auch die spätere Geschichte des Guts ist mit mehreren Generationen verbunden. Sie folgten einander bis 1784 an seiner Spitze. In diesem Jahr starb Charlotte de Banville, Dame von Pierres und Ehefrau von Louis Cyprien Aimé de Corday d’Arclais. Zusammen ergeben diese Angaben eine chronologische Linie von der politischen Umbruchszeit des Jahres 1204 über die Verleihung von 1210 bis zu einem späteren Abschnitt der Gutsgeschichte.

Brauereibesichtigung und lokale Getränke

Einen anderen Zugang zu Pierres bietet die Brasserie Valdal. Sie befindet sich am Ort La Ferrière unter der Adresse 20 route du vieux Theil, Pierres, 14410 Valdallière. Im Bocage Virois in Valdallière stellt die Brasserie handwerklich gebraute Biere aus lokalen und biologischen Zutaten her. Bei der Besichtigung können Sie Biere vom Fass und weitere lokale Getränke probieren, darunter hausgemachte Limonade, Cidre, Apfelsaft aus Vassy und Kräutertees aus dem Bocage.

Die Besichtigung und Verkostung sind kostenlos. Da sich Zugangsmodalitäten und Produktdetails ändern können, empfiehlt sich vor dem Besuch eine kurze Rückfrage. Die Getränkeauswahl macht das Angebot auch für Reisende interessant, die neben Bier weitere regionale Produkte kennenlernen möchten: Apfelsaft, Cidre, Limonade und Kräutertee ergänzen die Verkostung. Die Verbindung aus Brauereibesichtigung und verschiedenen Getränken ist damit ein eigenständiger kulinarischer Schwerpunkt neben den historischen Themen des Ortes.

Weitere Reiseziele entdecken: Creully, Cambes-En-Plaine, Saint-Étienne-La-Thillaye, Saint-Léger-Dubosq, Mittois, La Hoguette, Martragny, Saint-Gatien-Des-Bois.

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