Zum Inhalt

Mehrere hundert authentische Gegenstände und Dokumente im Memorial Pegasus machen die Geschichte der Landung in der Normandie in Ranville greifbar. Dazu kommen der Ranville War Cemetery, ein Kirchhof mit dem Grab Brotheridges und ältere Spuren in Glockenturm und Grange aux Dîmes. Zusammen führen diese Themen von den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs bis zur mittelalterlichen Kirche und zur landwirtschaftlichen Geschichte des Ortes.

Die Landung und ihre Erinnerungsorte

Das Memorial Pegasus ist den Männern der 6. Luftlandedivision gewidmet, die von Juni bis September 1944 in der Schlacht um die Normandie kämpften. Die dort ausgestellten Gegenstände und Dokumente bieten einen konkreten Zugang zu dieser Epoche. Eine weitere historische Perspektive eröffnet die Mission, bei der die Brücke über die Orne bei Ranville und die Brücke über den Caen-Kanal bei Bénouville eingenommen wurden. Sie gilt als die berühmteste Mission der Luftlandedivision.

Der Ranville War Cemetery macht die menschliche Dimension des Gedenkens sichtbar. Dort ruhen 2.564 Soldaten: 2.152 Briten, 76 Kanadier, 3 Neuseeländer, 2 Australier, 5 Franzosen, 1 Pole, 1 Belgier, 322 Deutsche und 2 nicht identifizierte Soldaten. Diese Bestandsangaben können von der zuständigen Verwaltung aktualisiert werden. Auf dem Kirchhof von Ranville befindet sich außerdem das Grab Brotheridges, der als erster englischer Soldat auf normannischem Boden getötet wurde.

Ein Fußweg verbindet das Memorial Pegasus mit dem Militärfriedhof. Wenn Sie beide Orte in Ihre Planung aufnehmen, prüfen Sie vor dem Besuch, ob Weg und Zugang nutzbar sind: Instandhaltung und Zugang können sich ändern. Das geführte Angebot „D-DAY: objectif Ranville“ behandelt die Ereignisse des 6. Juni 1944 und die Landung in der Normandie. Für 2026 sind Termine angekündigt; prüfen Sie vor der Reise deren Verfügbarkeit.

Kirchhof, Glockenturm und Grange aux Dîmes

Der Glockenturm von Ranville ist das letzte erhaltene Zeugnis einer mittelalterlichen Kirche und steht auf einer Anhöhe. Damit reicht die Ortsgeschichte weit über die Ereignisse des Jahres 1944 hinaus. Der Turm verweist auf die mittelalterliche Kirchengeschichte; die Grange aux Dîmes gibt Einblick in eine andere Seite des früheren Gemeindelebens.

Bis zur Französischen Revolution diente die Grange aux Dîmes zur Aufbewahrung des Zehnten. Diese Abgabe wurde hauptsächlich auf landwirtschaftliche Erträge erhoben und von der katholischen Kirche eingezogen. Das Gebäude gehörte zu einem Ensemble aus zwei bedeutenden Bauernhöfen, die über die Jahrhunderte erhalten blieben. Sie gehören vermutlich zu den ältesten Gebäuden der Gemeinde Ranville. So stehen in Ranville unterschiedliche historische Themen nebeneinander: kirchliche Geschichte, Landwirtschaft und das Gedenken an den Krieg.

Weiler, Orne und Kalkstein

Der touristische Rundgang von Ranville lädt dazu ein, die verschiedenen Weiler der Gemeinde zu erkunden. Sein Schwerpunkt liegt damit auf den Ortsteilen; der Rundweg „L’écho des pierres“ richtet den Blick dagegen auf Landschaft und Geologie. Diese Unterscheidung hilft bei der Auswahl: Möchten Sie die Weiler kennenlernen oder mehr über den Stein erfahren, der mit Ranville verbunden ist?

„L’écho des pierres“ führt entlang der Orne zu den Steinbrüchen. Der Rundweg beschreibt den Stein von Ranville als Kalkstein aus dem Mitteljura, der vor etwa 162 Millionen Jahren entstand. Die ungefähre Zeitangabe setzt die Entstehung des Gesteins in eine ganz andere Dimension als die jüngere Kriegsgeschichte des Ortes. Damit ergänzen sich auf der Route Landschaft und Ortsgeschichte, ohne dass beide dieselbe Zeit oder denselben Schwerpunkt behandeln.

Weitere Reiseziele entdecken: Maltot, Balleroy, Jurques, Branville, Courson, Englesqueville-La-Percée, Le Breuil-en-Auge, Bayeux

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Calvados.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.