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Für Folleville stehen zwei unterschiedliche Reiseinteressen im Mittelpunkt: die Kirche Notre-Dame mit ihrer Bau- und Ausstattungsgeschichte sowie der Wanderweg „Chemin des Mares“. Notre-Dame steht inmitten eines Friedhofs und vereint verschiedene architektonische Merkmale mit mehreren kunsthistorischen Objekten. Der Wanderweg ergänzt den kulturellen Schwerpunkt um eine Aktivität im Freien. Bei der Reiseplanung können Sie abwägen, ob Architektur und sakrale Kunst oder eine Wanderung den Ausschlag geben.

Sonnenuhr mit Engel und Familienwappen

An der Sonnenuhr der Kirche ist ein geflügelter Engel dargestellt, der einen Wappenschild mit dem Wappen der Familie Le Sens aus Folleville hält. Die Beschreibung des Rundwegs „Circuit des cadrans solaires autour de Thiberville“ nennt die Sonnenuhr von Folleville als Beispiel für die dekorative Funktion von Sonnenuhren. Damit wird das Objekt auch über seine Gestaltung eingeordnet: Engel und Wappen sind konkrete Details dieser dekorativen Seite.

Baugeschichte und Ausstattung von Notre-Dame

Der Grundriss der Kirche ist länglich und in sieben Joche gegliedert. An der Westfassade befindet sich eine einzige rundbogige Tür; darüber liegen zwei blinde Zwillingsfenster. Die Baugeschichte umfasst unterschiedliche Zeitstellungen: Die ersten Fundamente stammen aus dem 14. Jahrhundert, der Chor wurde im 18. Jahrhundert umgestaltet. Das Kirchenschiff dürfte aus dem 16. oder 17. Jahrhundert stammen. Die sieben Joche beschreiben die innere Gliederung; Tür und blinde Zwillingsfenster prägen dagegen die Westfassade.

Das Retabel des Hauptaltars stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde am 21. März 1977 als bewegliches Kulturgut unter Schutz gestellt. Es ist mit grauem Marmorimitat gestaltet. Im Mittelfeld zeigt ein Ölgemälde auf Leinwand die Himmelfahrt Mariens; zwei Engelsstatuen schmücken das Retabel. Die Ausstattung umfasst außerdem eine Statue des heiligen Sebastian aus dem 17. Jahrhundert. Sie besteht aus geschnitztem Holz, das polychrom bemalt und vergoldet ist. So lassen sich unterschiedliche Materialien und Techniken vergleichen: das Gemälde auf Leinwand am Retabel und die farbig gestaltete Holzskulptur. Auch die Grabplatte der Ehefrau von Guillaume de Sens de Folleville in Notre-Dame wurde am 21. März 1977 als bewegliches Kulturgut unter Schutz gestellt.

Wandern auf dem Chemin des Mares

Der Wanderweg „Chemin des Mares“ ist mittelschwer, 7,3 Kilometer lang und dauert etwa zwei Stunden. 63 Prozent der Strecke verlaufen auf unbefestigten Wegen; der Weg ist gelb markiert. Länge und ungefähre Dauer geben einen Zeitrahmen für die Planung, während der Anteil unbefestigter Wege den Untergrund näher beschreibt. Als fünfte Station ist Folleville (27230) angegeben. Die Wanderung bietet damit einen klar umrissenen Aktivitätsschwerpunkt neben der Bau- und Kunstgeschichte der Kirche.

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