Auf dem Plateau des Pays d’Ouche zwischen den Flüssen Risle und Charentonne liegt La Barre-En-Ouche. Im Ortszentrum prägt ein bemerkenswertes Ensemble von Ziegelhäusern das Bild, darunter das Rathaus. Weitere Anknüpfungspunkte für die Ortsgeschichte sind die Pfarrkirche Saint-André und das Manoir du Bois-Baril. Daneben reichen die kulturellen Angebote von Malkursen bis zu einem ganzjährigen Programm in der Médiathèque; auch eine Straßenradroute gehört zu den Möglichkeiten. Je nach Interesse können Sie Ihren Aufenthalt auf Baugeschichte, kulturelle Angebote oder Radfahren ausrichten.
Baugeschichte und Ortsgeschichte
Die Pfarrkirche Saint-André ist seit dem 11. Jahrhundert bezeugt. Das frühere Kirchengebäude brannte 1806 ab; 1818 wurde die Pfarrkirche vom Architekten Grain wiederaufgebaut. Erhalten blieb das Fundament des früheren Gebäudes aus dem 12. Jahrhundert. So treffen an Saint-André unterschiedliche Zeitschichten zusammen: die frühe Bezeugung, ein älteres Fundament und der Wiederaufbau im 19. Jahrhundert.
Das Manoir du Bois-Baril stammt aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Sein breiter, quadratischer, wassergefüllter Graben trennt das Hauptgebäude vom Wirtschaftshof. Auch der Schutzstatus gehört zur Geschichte der Anlage: Das Manoir wurde 1939 in das Verzeichnis der französischen historischen Denkmäler aufgenommen; sein Taubenturm wurde 1942 als historisches Denkmal eingestuft. Zusammen mit den Ziegelhäusern im Ortszentrum zeigt das Manoir eine andere architektonische Facette als die Pfarrkirche: Hier sind sowohl die Bauzeit als auch die Gliederung von Hauptgebäude und Wirtschaftshof prägende Merkmale.
La Barre-En-Ouche ist auch mit Jacques Daviel verbunden. Er wurde am 10. August 1693 hier geboren und wird mit der ersten Entfernung der Augenlinse in Verbindung gebracht. Die Harmonie de la Barre-En-Ouche wurde 1856 gegründet. Diese historischen Bezüge ergänzen die Baugeschichte um eine biografische und kulturelle Perspektive.
Kulturelle Angebote und kreative Aktivitäten
L’Atelier de JOB bietet Malkurse für Anfänger und Fortgeschrittene in impressionistischem, realistischem, kubistischem und abstraktem Stil. Außerdem nimmt das Atelier Teilnehmende für Praktika von zwei bis fünf Tagen auf. Wenn Sie eines dieser Formate in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten, bestätigen Sie die Termine direkt.
Die Médiathèque von La Barre-En-Ouche ist für alle zugänglich. Die bereitgestellten Materialien können kostenlos und ohne Zugangsbeschränkung genutzt werden. Das ganze Jahr über veranstaltet die Médiathèque Ausstellungen, Aufführungen, Kreativworkshops, Vorlesestunden, digitale Angebote, Konzerte und Escape-Games. Öffnungsdetails und einzelne Programmtermine können sich ändern; prüfen Sie diese vor Ihrem Besuch.
La Belle époque ist eine Weinbar mit Konzerten und verfügt zusätzlich über einen Kulturbereich mit Leseecke, Gesellschaftsspielen und Kreativworkshops. Für konkrete Konzert- und Workshoptermine ist eine vorherige Prüfung sinnvoll. Auch die Ludothèque heißt Menschen jeden Alters willkommen; informieren Sie sich vorab über die aktuellen Öffnungsdetails.
Radfahren rund um La Barre-En-Ouche
Der Circuit vélo des Clochers d’Ouche ist eine sehr einfache, 22 km lange Straßenradroute. Sie beginnt an der Place de la mairie in Mesnil-en-Ouche. Ein 350 m langer Abschnitt führt in Richtung Ortszentrum von La Barre-En-Ouche. Die Routenbeschreibung wurde am 19. Februar 2026 aktualisiert; da sich Routenangaben ändern können, prüfen Sie den Verlauf vor der Fahrt. Für die Planung sind dabei zwei unterschiedliche Angaben nützlich: der Startpunkt in Mesnil-en-Ouche und der Abschnitt, der in Richtung des Ortszentrums führt.
Weitere Reiseziele entdecken
Weitere Reiseziele entdecken: Champigny-la-Futelaye, La Haye-Du-Theil, Dampsmesnil, Bois-Jérôme-Saint-Ouen, Saint-Samson-De-La-Roque, Bouquelon, Les Baux-De-Breteuil, La Lande-Saint-Léger.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eure.