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Villiers-en-Désœuvre richtet den Blick auf eine Folge historischer Bauwerke und auf Wege zu Fuß und mit dem Rad. Die Ortsgeschichte reicht von einer befestigten Burg, die vor dem Jahr 1000 entstand, bis zu einer Wallfahrt, die ungefähr am 15. Mai stattfindet. Dazu kommen die Geschichte der Commanderie de Chanu, zwei Kirchen und eine Kapelle. Die unterschiedlichen Bauzeiten machen den Ort für Kulturinteressierte interessant; die Wallfahrt und die Wege zu Fuß oder mit dem Rad setzen eigene Akzente.

Ordensgeschichte und Bauwerke

Die Ancienne commanderie de Chanu entstand im 12. Jahrhundert als Templergründung und gehörte später dem Orden der Hospitaliter vom heiligen Johannes zu Jerusalem. Ihre Kapelle stammt aus dem 12. und 13. Jahrhundert. An diesem Komplex kommen so zwei Abschnitte der Ordensgeschichte zusammen: die Gründung durch die Templer und die spätere Zugehörigkeit zu den Hospitalitern. Auch der Schutzstatus hat zwei eigene Daten: Die Commanderie wurde am 28. Dezember 1990 als Monument historique eingetragen, die Kapelle am 16. Oktober 1992 als Monument historique klassifiziert.

Die Église Saint-Nicolas bringt eine weitere Baugeschichte ins Bild. Ihr Bau soll 1225 auf den Grundmauern eines Gebäudes aus dem 11. Jahrhundert begonnen haben. Ein geschmiedetes Lilienkreuz aus dem 16. Jahrhundert krönt den Turm. Zur Kirche gehört außerdem eine romantische Orgel aus dem 19. Jahrhundert, die von 1994 bis 1996 restauriert wurde. Die Église Saint-Pierre de Chanu befindet sich in einem Gehege, das an das Gehege der südlich gelegenen ehemaligen Commanderie de Chanu angrenzt und parallel dazu verläuft. Die Tour ist der letzte erhaltene Rest einer befestigten Burg, die vor dem Jahr 1000 entstand.

Kapelle und Wallfahrt

Bei der Chapelle Notre-Dame-de-Bonne-Nouvelle lässt sich eine Abfolge mehrerer Bauzeiten unterscheiden. Die Kapelle wurde am 31. Mai 1898 der Jungfrau Maria geweiht. Sie steht an der Stelle eines 1519 geweihten Oratoriums; dieses folgte seinerseits auf eine Kapelle aus dem 13. Jahrhundert. In der Kapelle befinden sich drei Altäre, die symbolisch für die Départements Eure, Eure-et-Loir und Yvelines stehen.

Auch die Wallfahrt bietet einen konkreten zeitlichen Bezug für die Planung: Sie wurde ab 1976 wieder aufgenommen, findet jährlich ungefähr am 15. Mai statt und steht allen offen. Sie kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad unternommen werden. Damit unterscheidet sie sich von den dauerhaft prägenden Baudetails durch einen ungefähren Termin im Jahreslauf. Wer seine Reise um diesen Anlass herum plant, sollte den Termin für das jeweilige Jahr prüfen.

Wege zu Fuß und mit dem Rad

Der Chemin de Bonne-Nouvelle führt von der Chapelle Notre-Dame-de-Bonne-Nouvelle über die Fontaine Saint-Martin bis zu den Toren der Commanderie de Chanu. Die Route lässt sich also anhand dreier benannter Punkte einordnen: Kapelle, Quelle und Tore der früheren Commanderie.

Für eine Radtour führt die VTT-Route „Tour de Ferrières“ bis nach Villiers-en-Désœuvre. Prüfen Sie die Wegweisung vor Ort, wenn Sie diese Strecke einplanen. Im Umfeld von Villiers-en-Désœuvre bietet der Rundweg „Dans le sillon des agriculteurs“ eine Variante, bei der man am Ausgang des Bahnhofs Bueil den Boulevard de la Gare nimmt. Auch bei dieser Wegoption ist es sinnvoll, die Wegweisung vor Ort zu prüfen. Die Hinweise zu den Routen unterscheiden sich damit klar: Die Tour de Ferrières führt bis nach Villiers, während die Variante des anderen Rundwegs am Bahnhof Bueil ansetzt.

Für die Wahl des Reisezeitpunkts ist die Wallfahrt der deutlichste saisonale Anker. Wenn Sie stattdessen einen Aufenthalt mit Schwerpunkt auf den Bauwerken planen, stehen deren verschiedene historische Zeitstellungen im Vordergrund. Für eine Fahrradrunde bieten die genannten Routen einen anderen Planungsansatz; prüfen Sie dafür die jeweilige Wegweisung vor Ort.

Weitere Reiseziele entdecken: Marais-Vernier, Theillement, Écos, Touffreville, Saussay-La-Campagne, Vernon, Andé, Vieux-Villez.

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