Zum Inhalt

Kirchenkunst, Marschen und Erinnerungsorte eröffnen unterschiedliche Zugänge zu Cretteville. Die Notre-Dame-Kirche reicht in ihren Ursprüngen bis ins 13. Jahrhundert zurück, während die meisten erhaltenen Bauteile aus dem 15. Jahrhundert stammen. Zwei Feuchtgebiete bringen jeweils eigene Flächenangaben und Wasserbezüge mit; Tafeln in der Rue de Francquetot erinnern an die Geschichte des Flugplatzes A-14 im Sommer 1944. Die Details lassen sich nach Themen ordnen: religiöses Erbe, Landschaft und die historischen Spuren des Zweiten Weltkriegs.

Kirche und religiöse Zeugnisse

Die Notre-Dame-Kirche verbindet mehrere Bauphasen. Ihr Ursprung liegt im 13. Jahrhundert, doch die meisten heute erhaltenen Bauteile werden dem 15. Jahrhundert zugerechnet. Auch das Portal, durch das die Kirche betreten wird, stammt aus dieser späteren Zeit. Die beiden Angaben unterscheiden den frühen Ursprung des Bauwerks von der Epoche, die seine erhaltene Architektur überwiegend prägt.

Zur Ausstattung gehört eine vergoldete und bemalte Holz-Perque aus dem 17. Jahrhundert; auf ihr befindet sich ein Kruzifix. Sowohl die Perque als auch das Kruzifix sind als Monuments Historiques klassifiziert. Damit treffen an der Kirche Bauteile des 15. Jahrhunderts auf ein späteres Ausstattungsstück. Wer sich für sakrale Kunst interessiert, findet hier konkrete Anhaltspunkte zu Material, Gestaltung und Datierung, statt nur eine allgemeine Beschreibung des Kirchengebäudes.

Weitere religiöse Zeugnisse verteilen sich auf unterschiedliche Formen und Orte. Eine kleine Holzstatue wird unter dem Namen Notre-Dame de Cretteville verehrt. Im Ortskern beherbergt eine Nische in der Mauer des Pfarrhauses Notre-Dame des Champs. Das Oratoire de la Vierge des Marais aus dem 15. Jahrhundert steht 300 Meter vom Ortskern entfernt, an einer Kreuzung von Wegen an der Straße durch das Marais de Fos. Seine Lage und die genaue Entfernung bieten eine zusätzliche Orientierung, während Statue, Nische und Oratorium jeweils eigenständige Punkte der örtlichen Überlieferung bilden.

Marschen und Wasserbezüge

Das Marais de Fos umfasst 68 Hektar und wird von der Douve bewässert. Das Marais de Franquetot ist mit 51 Hektar kleiner und wird von der Senelle umspült. Die Flächen unterscheiden sich um 17 Hektar; zugleich sind die beiden Marschen jeweils mit einem anderen Wasserlauf verbunden. So lassen sich die Landschaftsangaben anhand konkreter Namen und Größen auseinanderhalten, ohne sie zu einem einzigen Gebiet zusammenzufassen.

Auch die Ortsangabe zum Oratoire de la Vierge des Marais verknüpft ein einzelnes Bauwerk mit dem Marais de Fos: Die Straße, an der es steht, führt durch diese Marsch. Für die Einordnung der lokalen Themen bleiben damit die einzelnen Orts- und Wasserbezüge entscheidend.

Flugplatzgeschichte und ältere Spuren

Das Advanced Landing Ground A-14 in Cretteville wurde am 4. Juli 1944 einsatzbereit. Die 358th Fighter Group blieb dort bis zum 14. August 1944 stationiert; die 406th Fighter Group war vom 17. August bis Anfang September 1944 auf dem Flugplatz. Diese Daten zeichnen die zeitliche Abfolge der beiden Gruppen im Sommer 1944 nach. Sie geben dem Flugplatzthema einen klaren historischen Rahmen, ohne die beiden Aufenthaltszeiträume gleichzusetzen.

Eine Gedenktafel mit dem Namen „Plaque 358th Fighter Group“ erinnert an die Einsätze dieser Gruppe vom A-14 ab dem 4. Juli 1944. Sie befindet sich in der Rue de Francquetot. Ebenfalls dort befindet sich die Gedenktafel „Plaque 406th Fighter Group“. Die Straße bietet somit eine konkrete Ortsangabe zu zwei Tafeln mit unterschiedlichen Bezügen: Die eine erinnert an Einsätze vom Flugplatz, während die andere durch ihren Namen der 406th Fighter Group zugeordnet ist.

Ältere Geschichte erscheint in einer anderen Form. Das ehemalige Château de Franquetot, ein Lehen der Herzöge von Coigny, stand bis 1840 auf dem Gebiet von Cretteville. Auf dem Gelände der ehemaligen Farm La Pierre nahe der Römerstraße von Portbail nach Saint-Côme-du-Mont wurden bedeutende Fundamente römischer Bauwerke entdeckt. Château, Farmgelände und Flugplatz gehören zu unterschiedlichen historischen Zusammenhängen; gemeinsam zeigen sie, wie weit die überlieferten Themen über Kirchenarchitektur und Landschaft hinausreichen.

Weitere Reiseziele entdecken: Couville, Siouville, Hauteville-Sur-Mer-Plage, Tourville-Sur-Sienne, Donville-Les-Bains, Boisroger, Camprond, Vains.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Manche.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.