Zum Inhalt

Hauteville-la-Guichard lässt sich über zwei Themen entdecken: Kulturgeschichte und Landschaft. Pfarrkirche, Musée Tancrède und mehrere ausgewiesene Wege eröffnen dafür unterschiedliche Blickwinkel, vom mittelalterlichen Baubestand bis zum Bocage coutançais.

Kirche und Museum

Das Kirchenschiff der Pfarrkirche von Hauteville-la-Guichard stammt aus dem 11. Jahrhundert. An der Südwand ist diagonales Mauerwerk in Fischgrätenform sichtbar. So verbinden sich hier zwei unterschiedliche architektonische Anhaltspunkte: die zeitliche Einordnung des Schiffs und ein konkretes Muster an der Außenwand.

Im Chor befindet sich eine 1923 angebrachte Marmorgedenktafel. Sie erinnert an die Geschichte der Hauteville in Süditalien und im Mittelmeerraum. Neben der Baugeschichte der Kirche steht damit eine Erinnerung, deren Thema über Hauteville-la-Guichard hinausweist. Die Jahreszahlen haben dabei unterschiedliche Funktionen: Das 11. Jahrhundert ordnet das Kirchenschiff ein, 1923 datiert die Anbringung der Gedenktafel. So stehen Baugeschichte und späteres Erinnerungszeichen als zwei zeitlich verschiedene Bezugspunkte der Kirche nebeneinander.

Das Musée Tancrède befindet sich im ehemaligen Pfarrhaus und umfasst einen Garten mit mittelalterlich inspirierter Gestaltung. Seine Ausstellung vermittelt anhand von Karten und Darstellungen der normannischen Kunst auf Sizilien die Geschichte der Söhne Tancrède de Hauteville, die nach Süditalien und Sizilien zogen. Die Karten und Kunstbezüge geben dieser Familiengeschichte einen geografischen wie kulturellen Rahmen.

Weitere Spuren der Geschichte

Das Château de Hauteville bewahrt Überreste aus der Regierungszeit Ludwigs XVI. Das Manoir du Bouillon bietet einen anderen historischen Bezug: Es war ein befestigtes Herrenhaus, und an seiner Umfriedung sind zahlreiche Schießscharten sichtbar. Beim Château ist die Regierungszeit der zeitliche Anker; beim Manoir lässt sich der Wehrcharakter an einem benannten Baumerkmal festmachen.

Rundwanderwege und Landschaft

Als ausgeschilderte Rundwanderwege gibt es „La belette et le coucou“, „La Vallée de la Vanloue“, „Le chemin de Creully“ und „Les deux vallées“. Die vier Namen bieten verschiedene Anknüpfungspunkte, wenn Sie Ihre Zeit im Freien in Hauteville-la-Guichard planen möchten.

Die Route „Sur la trace des Tancrède“ beginnt an der Kirche nahe dem Musée Tancrède im ehemaligen Pfarrhaus. Sie führt durch das Bocage coutançais, das von typischen Bauernhöfen geprägt ist, und verläuft auf dem Fernwanderweg GR de Pays „Trésors cachés de Coutances“. Hier kommen ein konkreter Startpunkt und eine beschriebene Kulturlandschaft zusammen.

Vom Weiler Le Mont in Hauteville-la-Guichard eröffnet sich ein sehr weitreichendes Panorama. Damit umfasst das Landschaftsthema neben dem Bocage auch einen ausdrücklich benannten Ort mit weitem Ausblick. Für die Ausflugsplanung stehen so sowohl mehrere ausgeschilderte Rundwege als auch eine Route mit beschriebenem Verlauf und landschaftlichem Bezug zur Wahl.

Weitere Reiseziele entdecken: Bellefontaine, Ger, Saint-Jores, Tessy-Sur-Vire, Les Cresnays, Hérenguerville, Raids, Saint-Aubin-Des-Préaux

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Manche.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.