In Lingreville kommen Naturthemen und Ortsgeschichte zusammen: Zu den Landschaftsbezügen zählen die Dünen und der Havre de la Vanlée; die historische Baugeschichte reicht von einer dem heiligen Martin geweihten Kirche bis zu den Resten des Château de Lingreville. Zwei Routen sind fast gleich lang, setzen in ihren Beschreibungen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Direktverkauf von Gemüse an zwei örtlichen Adressen ergänzt das Bild.
Dünen und Havre de la Vanlée
Die Dünen von Lingreville sind als ZNIEFF-Gebiet des Typs 1 ausgewiesen und seit 2004 als Natura-2000-Gebiet eingestuft. Auch der Havre de la Vanlée ist als Natura-2000-Gebiet eingestuft. Er erstreckt sich über Lingreville, Bréhal und Bricqueville-sur-Mer. Die beiden Naturthemen unterscheiden sich damit auch im räumlichen Maßstab: Die Dünen sind mit Lingreville verbunden, der Havre reicht über drei Gemeinden.
Routen nach Landschaft und Verlauf auswählen
Die 22 Kilometer lange Wanderroute „À l’ombre des dunes“ verbindet Küsten- und Bocage-Landschaften und führt durch Lingreville, Annoville, Hauteville und Montmartin. Der 21 Kilometer lange „Circuit des maraîchers“ verläuft durch Annoville und Lingreville. Zwischen beiden Strecken liegt nur ein Kilometer. Für die Wahl sind daher Verlauf und Landschaftsbezug aussagekräftiger als die Länge: Bei der ersten Route gehören zwei Landschaftstypen und vier Orte zur Beschreibung, bei der zweiten führt der Verlauf durch zwei Orte.
Ein weiterer Naturakzent ist der Rundkurs Nr. 7 der Route des havres. Im Bereich von Lingreville bietet er weitläufige, wenig frequentierte Bereiche für ein Eintauchen in wilde und geschützte Natur. Da sich Routenbedingungen ändern können, prüfen Sie vor der Planung den aktuellen Verlauf.
Die Gezeiten bei der Fahrt berücksichtigen
Die Route 375 quert den Havre de la Vanlée und kann bei hohen Gezeiten überspült werden. Wenn Sie diese Querung einplanen, prüfen Sie vorher den Gezeitenstand.
Kirche und Schlossreste: unterschiedliche Zeitspuren
Die Kirche von Lingreville ist dem heiligen Martin geweiht und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Ihr Doppelquerhaus entstand durch Umbauten in den Jahren 1864–1865. Die Datierung der Kirche und die Entstehung des Doppelquerhauses gehören damit zu verschiedenen Bauphasen.
Das Château de Lingreville wurde im 17. Jahrhundert von der Familie Belin erbaut und 1976 abgerissen. Erhalten blieben die Ruinen von zwei großen Taubenschlägen und die Umfassungsmauer. Bei der Kirche prägen Widmung, Ursprung und spätere Umbauten die Baugeschichte; beim Château gehören die Entstehung und die erhaltenen Reste zur zeitlichen Einordnung.
Direktverkauf von Gemüse
Zwei Adressen machen den Direktverkauf von Gemüse zu einem konkreten Planungspunkt. La P'tite Coop ist eine genossenschaftliche Bio-Gemüsebauproduktion mit Direktverkauf in der Rue du 30 Juillet 44, 50660 Lingreville. Stéphane LEGRAND bietet als Gemüseproduzent Direktverkauf ab Hof in 1 route de la Roncette, 50660 Lingreville, an. Öffnungszeiten und Verkaufsmodalitäten können sich ändern; prüfen Sie vor einem Besuch, ob der jeweilige Verkauf stattfindet.
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