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Ende des 19. Jahrhunderts waren entlang der Diélette auf dem Gebiet von Tréauville fünf Wassermühlen in Betrieb. An der Adresse 9, L'Église sind noch die Mauern der Moulin de l'Eglise sichtbar. Die fünf Mühlen stehen für den damaligen Umfang des Betriebs entlang des Gewässers; die Mauern geben der Geschichte einen konkreten baulichen Bezugspunkt. Die Mühlen sind ein Einstieg in eine Ortsgeschichte, die auch biografische, religiöse und maritime Bezüge umfasst.

Mühlen und Lebensgeschichten

Das Manoir de la Houssairie war der Wohnsitz von Jacques-Casimir Jouan, wenn er nicht an Feldzügen teilnahm. Nach seiner Rückkehr nach Tréauville war er dort von 1843 bis zu seinem Tod im Jahr 1847 Bürgermeister. Das Herrenhaus verweist auf seine Lebensumstände im Zusammenhang mit den Feldzügen, während das Bürgermeisteramt seine spätere Rückkehr in die Gemeinde zeitlich verankert.

Friedhof, Kirche und Grenzstein

Auf dem Friedhof von Tréauville befindet sich die Grabstätte der Familie Jouan. Dort sind außerdem vier Korsaren bestattet, die im Zusammenhang mit dem französischen Schiff Le Renard des Korsaren Robert Surcouf standen. Das große Kreuz auf dem Friedhof stammt aus dem Jahr 1678. Sein Sockel ruht auf vier quadratischen Pfeilern und einer dreistufigen Freitreppe. So treffen an einem Ort Familiengeschichte, ein maritimer Bezug und ein datiertes Zeugnis religiöser Gestaltung zusammen; beim Kreuz geben Datum und Aufbau jeweils einen eigenen Anknüpfungspunkt.

In der Kirche Saint-Pierre befindet sich eine Altargarnitur aus einem Altarkreuz und sechs Leuchtern. Zusammen mit dem Friedhofskreuz zeigt sie eine zweite, anders platzierte Form religiöser Ausstattung: ein Ensemble am Altar statt eines großen Kreuzes auf dem Friedhof. Ein weiteres Zeugnis ist La Potille, ein Granit-Grenzstein zwischen Tréauville und Siouville. Er wird bei Ebbe sichtbar. Anders als bei den kirchlichen und baulichen Zeugnissen hängt die Sichtbarkeit dieses Grenzsteins von der Tide ab. Wenn Sie ihn in Ihre Planung aufnehmen, prüfen Sie vorab, wann Ebbe ist.

Hafen und maritime Verbindungen

Zum Bild Tréauvilles gehört auch der Port de Diélette: Er ist ein Jachthafen, zugleich gibt es dort Fischerei, gewerblichen Verkehr und Passagierverbindungen zu den Kanalinseln. Das eröffnet einen anderen Zugang zur Gegend als die historischen Orte und Bauwerke: Statt Friedhof, Kirche und Mühlen steht hier die maritime Nutzung im Mittelpunkt. Wenn Sie eine Passagierverbindung einplanen, prüfen Sie den Fahrplan vorab.

Der zu Tréauville gehörende Teil des Port de Diélette umfasst das Hafenbüro, Geschäftsräume und eine Werft für Wartungs- und Reparaturarbeiten an Booten. Zum Port gehören außerdem ein Bootslift, ein Mastkran und eine Station zum Abpumpen von Schwarzwasser.

Orientierung vor der Anreise

Zu den nächstgelegenen Haltestellen für Tréauville zählen der Fährbahnhof von Diélette, das Rathaus von Flamanville, Place de la Lande in Les Pieux sowie der Ortskern und La Croix Georges in Benoisville. Prüfen Sie vor der Anreise die passenden Verkehrsverbindungen und Haltestellenanordnungen.

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