Criquebeuf-en-Caux lässt sich über seine Küstenwege, die umgebende Landschaft und eine konkrete Geschichte aus dem Fischereialltag einordnen. Das Küstendorf ist von Ebenen und bewirtschafteten Feldern umgeben. Durch den Ort führen der Fernwanderweg GR 21 und der Sentier des ramendeuses; ein weiterer Rundweg nimmt Criquebeuf-en-Caux in seine Streckenführung auf. Die Kirche Saint-Martin ergänzt diese Themen um Baugeschichte und die historische maritime Funktion ihres Glockenturms. Wer eine Unterkunft für einen Aufenthalt auswählt, kann überlegen, ob Wanderwege, Landschaft oder Ortsgeschichte den eigenen Schwerpunkt bilden sollen.
Wege durch Criquebeuf-en-Caux
Der Fernwanderweg GR 21 führt durch Criquebeuf-en-Caux und ist mit weiß-roten Markierungen ausgeschildert. Markierungen und Umleitungen können sich ändern; prüfen Sie den Streckenverlauf daher vor dem Aufbruch. Auch der Sentier des ramendeuses durchquert den Ort. Der Rundweg „Sur les pas des ramendeuses“, Circuit Nr. 16, verläuft von Saint-Léonard über Criquebeuf-en-Caux und Yport nach Fécamp. Er ist 14 Kilometer lang und dauert etwa dreieinhalb Stunden. Prüfen Sie vor dem Start auch diese Routenangaben.
Der Sentier des ramendeuses ist zugleich mit einer historischen Alltagserzählung verbunden. Er ermöglichte den Ehefrauen von Fischern, nach Fécamp zu gelangen und dort Fischernetze zu flicken. Historisch hielten die Ramendeuses am „Café-canard“ an und nahmen einen „Canard“: Zucker, der in Calvados getaucht wurde. So steht der Weg neben seiner Durchquerung des Ortes auch für die Arbeit an den Netzen und eine überlieferte Essgewohnheit.
Küstenlandschaft und Schutzgebiet
Die Cavée Rouge in Criquebeuf-en-Caux ist eine kleine hängende Valleuse, also ein kleines Küstental. Eine weitere landschaftliche Einordnung bietet das Natura-2000-Gebiet „Littoral Seino-Marin“. Es wurde ausgewiesen, weil dort große Zahlen von Meeresvögeln vorkommen, die von gemeinschaftlichem Interesse sind. Das Schutzgebiet umfasst den Rand des Plateaus, die Klippen, den Strand, das Vorland sowie Meeresbereiche bis zur Grenze von zwölf Seemeilen vor der Küste. Criquebeuf-en-Caux gehört zu den Gemeinden des Schutzgebiets. Die beiden Bezeichnungen zeigen unterschiedliche Maßstäbe: Die Cavée Rouge benennt eine kleine Landschaftsform, während das Schutzgebiet auch weit in die Meeresbereiche reicht.
Kirche Saint-Martin und Ortsgeschichte
Die Kirche Saint-Martin stammt aus dem 16. Jahrhundert. Ihr heller steinerner Glockenturm aus dem 17. Jahrhundert diente Seeleuten als Navigationsmarke. Die Kirche bietet damit einen anderen historischen Blickwinkel als die Geschichte der Ramendeuses: Hier stehen Baualter und maritime Orientierung im Vordergrund, dort der Weg nach Fécamp und das Flicken von Fischernetzen. Zusammen zeigen diese Ortsbezüge unterschiedliche Seiten der Geschichte von Criquebeuf-en-Caux, von der Arbeit im Fischereialltag bis zur Orientierung auf See.
Weitere Reiseziele entdecken: Bretteville-Du-Grand-Caux, Saint-Pierre-En-Port, Vittefleur, Bernières, Cany-Barville, Autigny, Mentheville, Écrainville
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Seine-Maritime.