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Ein oktogonaler Leuchtturm, benannte Naturgebiete und die Geschichte der Operation Biting geben La Poterie-Cap-D'antifer unterschiedliche Entdeckungsansätze. Die Gemeinde zählt zu den 13 Gemeinden des Grand Site Falaises d'Étretat-Côte d'Albâtre. Die örtlichen Themen reichen von Natur und Küstenzugang bis zu Baugeschichte und einem historischen Einsatz auf den Klippen. Für die Reiseplanung lohnt es sich, die Wegbezüge an der Valleuse du Fouquet und der Valleuse d'Antifer auseinanderzuhalten.

Natur und Wege

Zum Naturerbe der Gemeinde zählen die Valleuses de Bruneval und d'Antifer sowie ZNIEFF-Gebiete der Typen I und II, Espaces Naturels Sensibles und Natura-2000-Gebiete. So stehen konkrete Namen für Naturmerkmale neben mehreren Bezeichnungen für ausgewiesene Gebiete. Die Wanderroute der Valleuse d'Antifer führt durch Étretat, Le Tilleul und La Poterie-Cap-D'antifer. Ein Teil der Route verläuft durch das als sensibles Naturgebiet ausgewiesene Gebiet der Valleuse d'Antifer, das dem Conservatoire du littoral gehört.

An der Valleuse du Fouquet ist der Zugang anders: Sie ist nur zu Fuß erreichbar, und eine Treppe führt zum felsigen Vorstrand. Dieser wird von Liebhabern des Angelns am Meer genutzt. Die Wegbezüge unterscheiden sich damit deutlich: d'Antifer bezeichnet eine Wanderroute durch drei Gemeinden, Fouquet den Treppenweg zum felsigen Ufer. Wer zwischen diesen Schwerpunkten abwägt, kann eine längere Route durch mehrere Gemeinden einem konkreten Zugang zum Vorstrand gegenüberstellen.

Phare d'Antifer: Form und Baugeschichte

Der Phare d'Antifer liegt auf dem Gemeindegebiet. Der oktogonale, also achteckige Turm mit gekrümmten Seitenflächen ist 37,90 Meter hoch und hat 170 Stufen. Der heutige Leuchtturm wurde ab 1949 errichtet, am 21. November 1955 in Betrieb genommen und ist automatisiert. Form und Maße geben dem Bauwerk ein klar umrissenes architektonisches Profil; die Daten seiner Errichtung und Inbetriebnahme ordnen es in die Mitte des 20. Jahrhunderts ein.

Kirche und Geschichte

Die Église Saint-Martin wurde im 12. Jahrhundert errichtet und im 17. Jahrhundert weitgehend neu gebaut. An der Nordseite des Kirchenschiffs ist ein Gesims mit Fratzenköpfen erhalten. Ein Gesims ist ein waagerecht hervortretendes Bauteil; die Fratzenköpfe bilden ein konkretes architektonisches Detail an der Nordseite. Der zeitliche Bogen von der frühen Errichtung zum weitgehenden Neubau unterscheidet die Baugeschichte der Kirche vom Leuchtturm des 20. Jahrhunderts.

Die Operation Biting, auch Raid de Bruneval genannt, fand in der Nacht vom 27. auf den 28. Februar 1942 auf den Klippen von La Poterie-Cap-D'antifer statt. Ihr Ziel war es, wichtige Bestandteile eines deutschen Radars zu erbeuten und zugleich den Eindruck zu erwecken, das Radar sei zerstört worden. Damit gehören zu diesem historischen Kapitel sowohl ein genau datierter Schauplatz als auch ein klar umrissenes Ziel. Die zeitliche Einordnung reicht hier vom Ursprung der Kirche im 12. Jahrhundert über die Operation von 1942 bis zur Inbetriebnahme des heutigen Leuchtturms 1955.

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