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Limésy lässt sich anhand klar benannter Bau- und Kunstthemen erschließen: Die Église Saint-Martin vereint einen lateinischen Kreuzgrundriss, regionalen Feuerstein und Glasfenster. Château d’Étennemare und das Relais de poste stehen für andere Baugeschichten; archäologische Funde ergänzen diesen Blick. Mit der Kunst im Dorf kommt ein weiteres Thema hinzu.

Église Saint-Martin: Grundriss, Feuerstein und Glas

Die Église Saint-Martin in Limésy wurde zwischen 1879 und 1889 von dem Architekten René Martin und dem Bildhauer Felix Bonet vollständig neu errichtet. Ihr Grundriss folgt der klassischen Form eines lateinischen Kreuzes. Der Begriff bezeichnet die kreuzförmige Anlage des Gebäudes und hilft, seine Bauform konkret einzuordnen. Errichtet wurde die Kirche aus schwarzem und weißem Feuerstein aus regionalen Lagerstätten. Die Glasfenster entstanden Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts durch die aus Rouen stammenden Glasmaler Boulanger und Duhamel-Marette. Ihre Entstehungszeit reicht damit über den Zeitraum des Neubaus hinaus: Bau und Verglasung gehören zu unterschiedlichen, aufeinanderfolgenden Abschnitten der Ortsgeschichte.

Bauten mit eigenen Zeitmarken

Das Château d’Étennemare wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts von Jean Du Fa, einem Nachfahren der Familie Croixmare, erbaut. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde es umfassend umgebaut. Die Baugeschichte umfasst damit sowohl die Errichtung als auch eine deutlich spätere Umgestaltung.

In Frontebosc steht die Chapelle Saint-Adrien, ein freistehender neogotischer Bau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Zu den verwendeten örtlichen Materialien zählen Ziegel, bearbeiteter Feuerstein, Caumont-Stein und Sandstein. Die Kapelle befindet sich in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.

Das Relais de poste in Limésy stammt aus dem 18. Jahrhundert. Es wurde an der Kreuzung der alten Wege „de Rouen au bourg de Veules“ und „de Doudeville à Limésy“ errichtet. Die beiden historischen Bezeichnungen halten unterschiedliche Wegebezüge fest und ergänzen die Baugeschichte des Ortes um eine weitere Perspektive.

Archäologische Spuren im Gemeindegebiet

Zum archäologischen Erbe von Limésy gehören bearbeitete Feuersteinbeile und keltische Silbermünzen ebenso wie römische Überreste, Reste antiker Mauern und steinerne Särge aus der fränkischen Zeit. Zusammen belegen sie die frühe und dauerhafte Besiedlung des Gemeindegebiets. Die Fundgruppen reichen von bearbeiteten Gegenständen über bauliche Reste bis zu Bestattungen. So ergänzt die Archäologie die Geschichte der Gebäude um weitere materielle Spuren.

Kunstparcours und praktische Orientierung

Die Boucle Inspire Limésy ist ein zwei Kilometer langer Kunstparcours im Herzen des Dorfes. Auf ihm lassen sich mehrere Werke entdecken, die während des Festivals Inspire entstanden. Der Circuit Inspire Limésy lädt dazu ein, etwa fünfzehn Kunstwerke und Limésy zu entdecken. Seine Route wurde für die vierte Ausgabe des Festivals Inspire angelegt. Prüfen Sie vor der Reise, welche Kunstwerke aktuell zu sehen sind. Der Circuit Inspire Limésy ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar; prüfen Sie vor Ihrer Reise die aktuellen Verbindungen.

Nahe dem Fußballstadion in Limésy gibt es einen frei zugänglichen Kinderspielplatz.

Weitere Reiseziele entdecken: Beauvoir-En-Lyons, Martin-Église, Drosay, Malaunay, Manneville-ès-Plains, Varengeville-Sur-Mer, Saint-Léger-du-Bourg-Denis, Sainte-Marie-Au-Bosc.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Seine-Maritime.

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