Orival zeigt mehrere unterschiedliche Seiten: weiße Felsen entlang der Seine, kalkliebende Trockenrasen mit Orchideen und Wege mit verschiedenen Längen und Anforderungen. Dazu kommen eine halbtroglodytische Kirche, ein Kreuzweg mit Statuen und archäologische Spuren. Für die Planung ist vor allem hilfreich, Naturthemen, Wanderprofile und historische Ziele auseinanderzuhalten.
Seinefelsen und Orchideen
Die Roches d’Orival sind weiße Felsen entlang der Seine in Orival. Das Natura-2000-Gebiet Boucles de la Seine amont, coteaux d’Orival umfasst 99 Hektar. Es erstreckt sich zwischen den Ortslagen « le Nouveau monde » im Westen und « Hameau des Roches » im Osten.
Das Naturgebiet Les Roches d’Orival umfasst kalkliebende Trockenrasen und eine außergewöhnliche Vielfalt an Orchideen. Der Begriff „kalkliebend“ verweist auf den Bodenbezug dieser Trockenrasen; die Orchideenvielfalt ergänzt die Felslandschaft um ein eigenes botanisches Thema. Wer sich für Natur interessiert, findet in Orival damit neben den Felsformationen auch besondere Lebensräume und Pflanzen.
Wanderwege nach Länge und Anspruch
Der Sentier du plateau boisé ist 1,5 km lang, leicht und für alle geeignet. Der Sentier de l’oppidum ist mit 3 km länger und dauert etwa 1 bis 1 Stunde 20 Minuten. Er umfasst mehrere anspruchsvolle Abschnitte, darunter drei steile Anstiege; bei feuchtem Wetter ist das Gelände rutschig. Beim Sentier de l’oppidum lässt sich die Geschichte des Gebiets anhand einiger archäologischer Überreste entdecken.
Der Sentier des troglodytes ist 5,5 km lang und dauert 1,5 bis 2 Stunden. Er weist mehrere schwierige Anstiege auf; bei nassem Boden ist Vorsicht geboten. Der Weg führt zu den Überresten der Burg Roche Fouet, zu Kalksteinhängen und troglodytischen Wohnstätten. So unterscheiden sich die längeren Wege sowohl im Zeitrahmen als auch durch ihre Ziele und Geländemerkmale vom kürzeren, leichten Sentier du plateau boisé. Außerdem können in Orival vier markierte Lehrpfade miteinander verbunden werden.
Kirche, Kreuzweg und Ortsgeschichte
Die Kirche Saint-Georges stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist die einzige halbtroglodytische Kirche der Region. Von dort führt der Chemin de Croix bergauf durch die Hänge. Er umfasst 13 Stationen mit 13 Statuen, die Raymond Delamarre (1890–1986) geschaffen hat. Kirche, ansteigender Weg und Bildwerke geben diesem Teil der Ortsgeschichte eine klare räumliche und künstlerische Form.
Im 12. Jahrhundert errichtete Richard Cœur de Lion auf dem Felsen Roche Fouet eine Burg, die das Tal überragt. An den Roches d’Orival befinden sich außerdem die Überreste eines römischen befestigten Lagers. Kirche und Burg verweisen beide auf das 12. Jahrhundert, jedoch auf unterschiedliche Ortsmotive: das halbtroglodytische Gotteshaus und die Burg auf dem Felsen über dem Tal. Die römischen Lagerreste setzen dazu einen weiteren historischen Schwerpunkt.
Besuch planen
Die Maison des Forêts in Orival ist gelegentlich samstags oder sonntags für die Öffentlichkeit geöffnet, ausschließlich dann, wenn dort Veranstaltungen geplant sind. Prüfen Sie vor einem Besuch das Programm.
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