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Die Entscheidung für Senneville-Sur-Fécamp lässt sich an zwei unterschiedlichen Interessen ausrichten: Wanderungen und Küstenlandschaft oder die vielschichtige Bau- und Kirchengeschichte. Mit dem GR21 und dem Rundweg La Côte de la Vierge stehen zwei verschiedene Tourenformen im Blick; die Valleuse de Senneville-sur-Fécamp und das Val de la Mer bringen eigene Landschaftsdetails hinzu. In der Kirche treffen mittelalterliche Bauteile auf spätere Veränderungen und historische Ausstattungsstücke. So können Sie bei der Reiseplanung überlegen, ob Ihr Aufenthalt stärker von den Wegen und der Küste oder vom kulturellen Erbe geprägt sein soll.

Wandern: Tagesstrecke oder Rundweg

Die eintägige Wanderung von Étretat nach Fécamp über den GR21 führt durch Senneville-Sur-Fécamp. Daneben verläuft der 13 km lange Rundweg La Côte de la Vierge. Die Touren unterscheiden sich damit schon in ihrer Form: Hier steht eine Tageswanderung zwischen zwei Orten, dort ein Rundweg mit angegebener Streckenlänge. Wenn Sie zwischen den beiden wählen, können Sie sich daran orientieren, ob Ihnen die Etappe von Étretat nach Fécamp oder die Runde über 13 km eher entspricht. Die Angaben liefern unterschiedliche Orientierungspunkte, ohne dass beide Touren als eine gemeinsame Strecke behandelt werden müssen.

Für geführte Wanderungen des Programms 2026 ist die Anmeldung über den Online-Shop verpflichtend. Wenn Sie ein späteres Programm im Blick haben, prüfen Sie den Buchungsweg erneut. So bleibt die Planung an die für das jeweilige Programm geltenden Anmeldebedingungen gebunden.

Valleuse und Strand am Fuß der Klippen

Die Valleuse de Senneville-sur-Fécamp ist über eine von Wiesen gesäumte Straße erreichbar. Im Val de la Mer endet das Tal an einer Treppe, die zu einem Strand am Fuß eindrucksvoller Klippen führt. Die beiden Landschaftsbeschreibungen setzen unterschiedliche Akzente: Bei der Valleuse ist die von Wiesen gesäumte Straße ein Merkmal des Weges dorthin; im Val de la Mer führt die Treppe hinunter zum Strand unterhalb der Klippen. Wer Küstenlandschaft in die Reiseplanung einbezieht, findet hier also sowohl die Valleuse als auch den Zugang über die Treppe zum Strand als konkrete Motive.

Baugeschichte und Ausstattung der Kirche

Die Kirche wurde Ende des 12. bis im 13. Jahrhundert im gotischen Stil errichtet. Aus dieser Bauphase sind die innere Basis des Turms und die Joche 3 bis 6 des Kirchenschiffs erhalten. Der Turm selbst gehört zu einer späteren Phase: Nach einem Brand im Jahr 1594 wurde er im Renaissance-Stil wiederaufgebaut. Diese Abfolge unterscheidet die erhaltenen gotischen Bauteile vom später erneuerten Turm und gibt der Kirche mehr als eine einzelne Bauzeit.

Auch die Bezüge zum heiligen Vaast und zur heiligen Anna haben unterschiedliche zeitliche Rollen. Im nördlichen Seitenschiff befindet sich eine alte steinerne Statue des heiligen Vaast aus dem 12. bis 13. Jahrhundert; früher war die Kirche Vaast geweiht. Derzeit steht sie unter dem Patronat der heiligen Anna. Beiderseits des Portals befinden sich zwei Kapellen. So lassen sich in der Kirche Bauformen, Heiligenbild und Widmung jeweils als eigene Details betrachten, statt sie einer einzigen Epoche oder Widmung zuzuordnen.

Drei Ex-voto-Schiffsmodelle aus dem 19. Jahrhundert befinden sich ebenfalls in der Kirche. 1977 wurden sie als geschützte historische Objekte eingetragen. Zusammen mit der Statue und den Bauteilen ergänzen die Modelle die Geschichte des Ortes um konkrete Stücke der Kirchenausstattung: Die Modelle gehören ins 19. Jahrhundert, während die Statue und Teile des Bauwerks ins Mittelalter zurückreichen.

Weitere Reiseziele entdecken: Haudricourt, Sommery, Angerville-L'orcher, Bec-De-Mortagne, Auberville-la-Renault, Bois-Guillaume, Grigneuseville, Val-De-Saâne.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Seine-Maritime.

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