Eine fünfzig Meter lange Wand für urbane Kunst, eine Kirche mit monumentaler Treppe und ein ehemaliger Weiler, dessen dörfliche Atmosphäre die städtischen Veränderungen überdauert hat: Ménilmontant verbindet verschiedene Spuren seiner Geschichte mit einem vielseitigen Kulturangebot. Bei der Planung können Sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen – von Architektur und Vergangenheit über zeitgenössische Kunst bis zu Musik, Workshops und einem saisonalen Gartenort.
Vom Weiler zum Industrieviertel
Ménilmontant war zunächst ein Weiler und wurde später zur Vorstadt. Auch nach den städtischen Veränderungen blieb eine dörfliche Atmosphäre erhalten. Mit der Eingemeindung nach Paris durch Baron Haussmann im Jahr 1860 wandelte sich das Gebiet zu einem Industrie- und Arbeiterviertel. Die Geschichte des Viertels ist damit nicht nur eine Abfolge von Bauwerken: Sie führt vom früheren Weiler über die Eingliederung in die Stadt zu einer industriell und durch Arbeit geprägten Umgebung.
Auch Künstler fanden hier Anregungen. Ménilmontant hat Schriftsteller, Musiker und Filmemacher inspiriert. Diese kulturelle Geschichte lässt sich mit heutigen Angeboten verbinden, ohne sie auf ein einzelnes Genre zu reduzieren: Im Viertel stehen Kunst, Musik und bauliche Zeugnisse nebeneinander.
Kunst und Kulturorte
Der Pavillon Carré de Baudouin ist seit 1928 als historisches Monument geschützt und ein Ort für zeitgenössische künstlerische Kreativität. Zu seinem Angebot für urbane Kunst gehört eine fünfzig Meter lange Wand in der Rue de Ménilmontant. Der Pavillon verbindet so eine geschützte historische Bedeutung mit einem zeitgenössischen Kunstbezug.
Les Plateaux Sauvages ist eine Kultureinrichtung der Stadt Paris im Herzen des 20. Arrondissements. Sie befindet sich in einem Gebäude, das 2018 renoviert und eingeweiht wurde. Der Standort liegt zwischen Ménilmontant, Père-Lachaise und Gambetta. Das Studio de l’Ermitage wiederum veranstaltet auf den Höhen von Ménilmontant Konzerte mit zeitgenössischem Jazz und Weltmusik. Es bietet Platz für 250 Personen. Da sich Programm und Kapazität ändern können, prüfen Sie bei einem geplanten Konzert die aktuellen Angaben.
Kirchenbau und Architekturgeschichte
Die Baugeschichte der Église Notre-Dame-de-la-Croix de Ménilmontant erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte: Die Arbeiten begannen 1863, wurden durch die Ereignisse der Pariser Kommune unterbrochen und 1880 abgeschlossen. Für Gottesdienste wurde die Kirche bereits ab 1869 genutzt. Nach Notre-Dame und Saint-Sulpice ist sie die drittgrößte Kirche von Paris.
Seit dem 31. Mai 2017 ist die Kirche als Gesamtheit als historisches Monument geschützt – einschließlich ihrer monumentalen Treppe und der sie begrenzenden Gitter. Wer sich für Architektur interessiert, findet hier damit nicht nur das Kirchengebäude, sondern auch die ausdrücklich in den Schutz einbezogenen Teile seiner Umgebung. Die Daten zur Baugeschichte machen zugleich deutlich, dass Nutzung und Fertigstellung nicht auf denselben Zeitpunkt fallen.
Ein Abschnitt der Petite Ceinture und praktische Hinweise
Ein geöffneter Abschnitt der Petite Ceinture du 20e verläuft zwischen der Rue de la Mare und der Rue de Ménilmontant. Der Zugang richtet sich nach den Öffnungsperioden; planen Sie einen Besuch deshalb anhand der dafür geltenden Zeiten. Für einen anderen Schwerpunkt bietet das Théâtre des Gémeaux Parisiens eine konkrete Orientierung zur Zugänglichkeit: Sein Eingang ist auf optimale Zugänglichkeit für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ausgelegt. Klären Sie die praktischen Bedingungen vor Ihrem Besuch noch einmal.
Saisonales Angebot im 88 Ménilmontant
Das 88 Ménilmontant ist ein saisonaler, gartenähnlich gestalteter Besucherort mit einer Bar und zwei Gastronomiekiosken. Öffnungsperioden und Angebote können von Jahr zu Jahr variieren. Seit 2017 wird die saisonale Reihe jährlich von kulturellen und gesellschaftlichen Begegnungen begleitet. Regelmäßig kann die Öffentlichkeit dort auch an Workshops teilnehmen, darunter Siebdruck-Workshops; Themen und Termine können je nach Saison wechseln.
Die Auswahl an Erlebnissen reicht somit von langfristigen historischen Spuren bis zu saisonalen Kulturangeboten. Für Ihren Aufenthalt können Sie abwägen, ob Sie mehr Zeit für Architektur und Geschichte, für Kunst und Veranstaltungen oder für ein saisonales Angebot einplanen möchten. Prüfen Sie Termine und Öffnungsperioden dort, wo Ihr Besuch von ihnen abhängt.
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