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Angrie zeigt zwei markante Seiten: die von Hecken geprägte Landschaft der Landes d’Angrie und Bauwerke mit unterschiedlichen historischen Merkmalen. Für die Zeitplanung gibt es einen konkreten Anhaltspunkt: Der Rundweg Les Grés et Terres d’Angrie beginnt und endet in Angrie. Er ist 23 Kilometer lang; zu Fuß dauert die Runde ungefähr fünf Stunden und 30 Minuten. Damit können Sie eine längere Aktivität und kulturhistorische Entdeckungen als unterschiedliche Schwerpunkte eines Aufenthalts betrachten.

Landschaft und Natur der Landes d’Angrie

Auf dem Plateau der Landes d’Angrie prägt Heckenlandschaft das Bild. Felsrücken, die vorwiegend aus Schiefer bestehen, begünstigen die Entwicklung von Heiden. Zusammen mit angrenzenden Wiesen und Teichen bilden die Heiden ein großes Gebiet von besonderem Naturinteresse. So gehören mehrere Lebensräume zu dieser Landschaft: Die Heide steht neben Wiesen und Teichen, statt allein den Charakter des Gebiets auszumachen.

Auch die Tierwelt gehört zum Naturprofil der Landes d’Angrie. Dort gibt es seltene und vom Aussterben bedrohte Bestände der Kreuzotter und des Kammmolchs. Für die Wahl des Reisethemas bietet Angrie damit neben seiner Baugeschichte auch einen klar umrissenen Naturbezug.

Eine längere Runde und verschiedene Nutzungsarten

Der Rundweg Les Grés et Terres d’Angrie bietet eine konkrete Orientierung für die Dauer einer Aktivität. Die Gehzeit von etwa fünf Stunden und 30 Minuten ist als Richtwert zu verstehen und kann je nach Tempo variieren. Zusammen mit der Länge von 23 Kilometern spricht diese Zeitangabe dafür, die Runde zu Fuß als längeren Teil des Tages einzuplanen und nicht als kurzen Zwischenpunkt. Der Weg ist außerdem für Reiter und Mountainbiker geöffnet. Die angegebene Dauer bezieht sich auf das Gehen; die weiteren genannten Nutzungsarten bieten eine andere Möglichkeit, die Strecke einzuordnen.

Baugeschichte vom 17. bis ins 19. Jahrhundert

Die Pfarrkirche Saint-Pierre ersetzte eine ältere Kirche und wurde von 1869 bis 1873 erbaut. Ihr Grundriss hat die Form eines lateinischen Kreuzes: Der Bauplan ist also kreuzförmig angelegt. Zwei Kapellen ergänzen das Spektrum der Bauzeiten. Die Chapelle de la Gâchetière wurde 1632 erbaut; die Chapelle Notre-Dame du Cœur immaculé de Marie, dite de la Croix-Poulet, entstand 1845 bis 1846. An den Jahreszahlen lässt sich die zeitliche Spannweite der Sakralbauten ablesen, ohne sie zu einer einzigen Bauphase zusammenzufassen.

Das Château d’Angrie ist das erste neugotische Schloss im Anjou. In seinen Empfangsräumen befinden sich Trompe-l’œil-Dekorationen von Achille Léger; teilweise ist das Schloss als historisches Monument geschützt.

Die Windmühle Moulin-Neuf, auch Moulin de la Marmite genannt, wurde wahrscheinlich im 17. Jahrhundert erbaut. Ihren Betrieb stellte sie 1952 ein; 1980 wurde sie restauriert und wieder betriebsfähig gemacht. Bereits 1975 war sie in das Zusatzinventar der historischen Monumente aufgenommen worden.

Das Manoir de la Gâchetière ist als historisches Monument eingetragen. Geschützt sind seine Fassaden, Dächer und Kapelle; die entsprechende Liste datiert vom 19. Januar 2022. Ein weiteres Kulturthema sind die Kalköfen von La Veurière: Für Besucher sind sie nach vorheriger Reservierung zugänglich. Wenn Sie diesen Besuch einplanen, stimmen Sie die Reservierung vorab ab.

Weitere Reiseziele entdecken: Noëllet, Marcé, Parçay-Les-Pins, Loiré, Seiches-Sur-Le-Loir, La Fosse-De-Tigné, Meigné-Le-Vicomte, Châteauneuf-Sur-Sarthe.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Maine-Et-Loire.

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