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Ein etwa 45-minütiger historischer Interpretationsrundgang beginnt am Fuß des Château de Gilles de Rais. Zusammen mit den Gärten, den geschützten Bauwerken und der Boire de Champtocé zeigt Champtocé-Sur-Loire verschiedene Seiten: Baugeschichte, Gartenkunst und Feuchtlandschaft. Für Ihre Planung stehen damit unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl – von einem Rundgang mit ungefährer Zeitangabe bis zu Wegen durch die Gemeinde.

Boire de Champtocé und Feuchtwiesen

Champtocé-Sur-Loire liegt am Rand einer alluvialen Terrasse. Ein Quellwasserlauf am Fuß des als Boire de Champtocé bezeichneten Hangs trennt die Gemeinde von der Terrasse. Die Boire wird von der Rôme gespeist und spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Hochwassers der Loire.

An der Boire selbst oder in den umliegenden Feuchtwiesen und Gehölzen wurden 17 Vogelarten erfasst. Die Feuchtwiesen beherbergen außerdem die geschützte Schachblume, die örtlich Gogane genannt wird. Diese Landschaft bietet einen Natur-Schwerpunkt neben den historischen Bauwerken des Ortes. Die Rôme an der Boire de la Rôme wird von Anglern genutzt; an der Aire de pique-nique Boire de la Rôme gibt es Spiele.

Gärten und Kulturerbe

Das geschützte Ensemble des Château du Pin umfasst die Kapelle, Umfassungsmauern und Tore, die Art-déco-Gärten sowie den Gemüsegarten. Die Jardins du Château du Pin gehören 2026 zu den „Jardins remarquables“ des französischen Kulturministeriums. Das Château du Pin selbst ist teilweise als historisches Denkmal eingetragen.

Die Gärten wurden zwischen 1920 und 1925 im Art-déco-Stil angelegt. Zur Gestaltung gehören Wasserbecken und die ersten Formschnittbäume; auf dem Gelände stehen 78 geschnittene Eiben. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sind die Gärten zugänglich und sie tragen das Label „Tourisme & Handicap“. Vom Loire-à-Vélo-Weg aus sind sie mit dem Fahrrad erreichbar; der Weg liegt etwa sieben Kilometer entfernt.

Auch die Kirche Saint-Pierre ist als historisches Denkmal geschützt. Ihr Maßwerkfenster stammt aus dem 16. Jahrhundert, ihre Glocken aus den Jahren 1540 und 1659. Ein weiterer geschützter Ort ist der Dolmen de la Romme. Das erste Château de Gilles de Rais wurde im 11. Jahrhundert erbaut. Das Château de Gilles de Rais ist gelegentlich für die Öffentlichkeit geöffnet. Wenn eine Besichtigung für Sie wichtig ist, prüfen Sie den Zugang für Ihren Termin.

Rundgänge und Routen

Der historische Interpretationsrundgang beginnt am Fuß des Château de Gilles de Rais und dauert etwa 45 Minuten. Die jährliche Randonnée Entre Boire et châteaux bietet dagegen vier Strecken über 6, 9, 13 und 18 Kilometer. So können Sie eine ungefähre Zeitangabe mit einer Auswahl nach Streckenlänge vergleichen, ohne beide Angebote an derselben Maßeinheit zu messen.

Der Fernwanderweg GR3 verläuft durch Champtocé-Sur-Loire. Außerdem gibt es mehrere Fahrradrouten, darunter VTC-Routen. Für die Gartenanlage ist die Fahrradverbindung vom Loire-à-Vélo-Weg eine eigene Orientierung: Die Entfernung dieses Weges zu den Gärten beträgt ungefähr sieben Kilometer.

Fêtes des Plantes

In den Jardins du Château du Pin finden seit fast 40 Jahren zweimal jährlich die Fêtes des Plantes statt. Die Veranstaltung bringt Baumschulen, Antiquitätenhändler, Kunsthandwerker und Gartenbegeisterte zusammen. Zum Programm gehören Veranstaltungen, Konferenzen und Begegnungen rund um Natur und Pflanzen.

Wenn die Fête des Plantes den Anlass Ihrer Reise bildet, prüfen Sie die Termine vorab. So können Sie Ihren Aufenthalt auf die Veranstaltung ausrichten, ohne einen konkreten Termin vorauszusetzen.

Weitere Reiseziele entdecken: La Salle-De-Vihiers, Le Louroux-Béconnais, Beaulieu-Sur-Layon, Saint-Germain-des-Prés, Le Mesnil-En-Vallée, Juigné-Sur-Loire, Meigné-Le-Vicomte, Chenillé-Changé.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Maine-Et-Loire.

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