Die Ziegeleitradition gehört zu den konkreten Themen von Les Rairies: liegende Brennöfen, Trockenschuppen, örtliche Werkstätten und handgefertigte Terrakotta erzählen von der Herstellung vor Ort. Für einen Aufenthalt kommen Wege durch Wald und Landschaft sowie Reitangebote hinzu. So können Sie zwischen Handwerk, Ortsgeschichte und Bewegung im Freien wählen.
Ziegel, Öfen und Terrakotta
Die Briqueterie Le Croc in Les Rairies ist eine zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtete, geschützte historische Produktionsstätte. Zu ihr gehören zwei längs verlaufende Öfen, zwei Trockenschuppen und ein Brunnenbereich. Die Eintragung erfolgte per Erlass vom 11. April 1995.
Im vergangenen Jahrhundert verfügte Les Rairies über rund fünfzig aktive liegende Öfen und etwa ebenso viele Trockenschuppen oder Trockenscheunen mit charakteristischen Dächern aus Hohlziegeln. Damit gehören sowohl das Brennen als auch das Trocknen zu den prägenden Teilen der örtlichen Ziegeleigeschichte.
Die Werkstätten Yvon Cailleau und Atelier Le Croc fertigen Terrakotta vor Ort nach traditionellen Verfahren. Dafür nutzen sie ausschließlich holzbefeuerte Öfen aus den Jahren 1758, 1782 und 1836. So bleibt bei Yvon Cailleau der authentische „carreau des Rairies“ erhalten.
Rairies Montrieux schöpft seit sieben Generationen für die Herstellung von Ziegeln und Dachziegeln aus den Tongruben des Anjou. Das Unternehmen trägt seit 2006 das Label „Entreprise du Patrimoine Vivant“ (EPV). Bei einem Besuch der Ziegelei können Sie traditionelle Handgriffe, alte Werkzeuge und handgefertigte Fliesen entdecken.
Ortsgeschichte in Stein und am Wasser
Die Kirche von Les Rairies wurde im 19. Jahrhundert nach der Aufteilung der Dörfer Montigné-les-Rairies und Les Rairies errichtet. Für den Bau kam der für die Gegend typische Stein der Rairies zum Einsatz.
In Chalou stammt die private Kapelle Saint Philippe et Saint Jacques aus dem 14. Jahrhundert. Sie ist aus Kalkstein erbaut, der als „pierre des Rairies“ bezeichnet wird. Am Loir in Chalou gibt es außerdem ein Wehr mit einem alten Schleusentor beziehungsweise einer Rechenstruktur und einem Schaufelrad.
Zu Fuß, mit dem Rad oder zu Pferd
Im Wald von Chambiers gibt es zahlreiche Wanderwege; die konkreten Zugänge sollten Sie vor Ort prüfen. Der flache Wanderweg „Itinéraire d'un briquetier“ beginnt in Montigné-les-Rairies und verbindet Waldwege mit asphaltierten Wegen. Er eignet sich auch für gelegentliche Wanderer. Auf dem Weg können Sie Tongruben entdecken, die von den „perreyeux des Rairies“ ausgebeutet wurden und weiterhin die Herstellung von Ziegeln, Fliesen und Töpferwaren ermöglichen.
Die 23 Kilometer lange Radrunde „Boucle vélo des terres cuites“ führt durch Obstgärten, Wälder, Sumpfgebiete und ein Dorf der Ziegelhersteller. Sie verläuft über gemeinsam genutzte Straßen und Grünwege und nutzt teilweise die Fahrradroute „Vallée du Loir à Vélo“ (V47). Das Streckenprofil unterscheidet sich damit deutlich vom flachen Briquetier-Wanderweg.
Das Reitzentrum „Les Chevaux de la Rosière“ bietet von seinem Standort in Les Rairies aus Ausritte und eintägige Reittouren im Wald von Chambiers an. Die Ausritte und Tagestouren werden ganzjährig angeboten. Außerdem gibt es Reitangebote für Menschen mit geistigen, motorischen, sensorischen oder psychischen Behinderungen sowie bei sozialen Schwierigkeiten.
Festival und Pferderennsport
Das Festival „Les Rairies Rock's“ wird jedes Jahr im Ortszentrum von Les Rairies von der Gemeinde und Les Rairies Festif veranstaltet. Das Hippodrome des Rairies ist die örtliche Rennbahn für Pferderennsportinteressierte.
Weitere Reiseziele entdecken: Brain-sur-l'Authion, Champigné, Le Pin-En-Mauges, Gesté, La Romagne, Cholet, Noyant, Sainte-Gemmes-d'Andigné.
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