Eine sehr leichte Wanderung von rund 30 Minuten und eine etwa vierstündige Etappe des GR de Pays setzen in Champfrémont zwei deutlich verschiedene Zeitrahmen. Dazu kommen Orte mit eigenen historischen Themen: die Kapelle Sainte-Anne, Château de La Bellière und die restaurierte Maison du Maquis de Courtemiche. Wer den Besuch plant, kann zunächst entscheiden, ob Bewegung oder Bau- und Ortsgeschichte im Mittelpunkt stehen soll.
Wanderungen mit unterschiedlichem Zeitbedarf
Der Rando'Clim-Weg „Sentier Ste Anne de Champfrémont“ ist eine sehr leichte, etwa 1,1 km lange Wanderung mit einer Dauer von rund 30 Minuten. Die Routenangabe wurde am 23. Dezember 2024 aktualisiert. Die 16,5 km lange Etappe des GR de Pays „Tour du Mont des Avaloirs“ dauert etwa vier Stunden und verläuft von Pré-en-Pail-Saint-Samson nach Sainte-Anne-de-Champfrémont. So stehen eine kurze Wanderung und ein deutlich längerer Streckenabschnitt als verschiedene Zeitfenster zur Wahl. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegbedingungen der GR-Etappe.
Das Gelände und die Kapelle Sainte-Anne
Das Gelände von Sainte-Anne de Champfrémont liegt 1 km nördlich des Ortskerns und wird das ganze Jahr über besucht. Zum Freizeitbereich gehören Picknicktische und eine Überdachung. Außerdem gibt es einen Brunnen, eine Etappenunterkunft, einen hergerichteten ehemaligen Viehmarkt, einen Obstsortenerhaltungsgarten, einen Teich und zahlreiche Wanderwege. Wenn Sie eine Gruppennutzung der Überdachung planen, klären Sie die Modalitäten am besten vorab.
Die Kapelle Sainte-Anne de Champfrémont stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts; Abbé Étienne Jouy begann ihren Bau 1630. 1973 restaurierten Freiwillige das Gebäude vollständig. Zur Ausstattung zählen ein Holzgewölbe, drei hölzerne Retabel und eine polychrome Terrakotta-Statue der heiligen Anna aus dem 16. Jahrhundert. Damit begegnen in einem Bauwerk unterschiedliche Zeitschichten: die ältere Statue, die im 17. Jahrhundert begonnene Kapelle und die spätere Restaurierung. Ein früherer Polizeiposten neben der Kapelle diente an Markttagen der Unterbringung von Viehdieben.
Schloss La Bellière und der Park
Château de La Bellière stammt aus dem 17. Jahrhundert. Den Parkplan entwarf E.-A. de Vaucelles im September 1802. Seit dem 6. September 1995 sind das Schloss, der Gebäudeflügel der Nebengebäude, die Fassaden und Dächer der Nebengebäude aus dem 19. Jahrhundert, die Gräben sowie die Gärten mit ihren Einfriedungen als historisches Denkmal eingetragen. Bauzeit und Parkgestaltung verweisen damit auf unterschiedliche historische Zeitpunkte.
Der Park kann von Mai bis September nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden, donnerstags oder samstags von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr. Jedes Jahr ist er außerdem anlässlich der Europäischen Tage des Denkmals am dritten Septemberwochenende geöffnet. Wenn Sie einen Besuch planen, bestätigen Sie die Anmeldungsmodalitäten vor der Reise.
Normandie-Maine und Ortsgeschichte
Champfrémont gehört zum Gebiet des Regionalen Naturparks Normandie-Maine und des UNESCO-Geoparks Normandie-Maine. Die restaurierte Maison du Maquis de Courtemiche diente Mitgliedern der Résistance als Rückzugsort, darunter jungen Männern, die den obligatorischen Arbeitsdienst (STO) verweigerten. Damit kommt zur Baugeschichte der Kapelle ein weiterer, eigenständiger Schwerpunkt der Ortsgeschichte hinzu.
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