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In Lassay-les-Châteaux geben das wehrhafte Château, zwei unterschiedlich gestaltete Gärten und die Cidre-Herstellung besondere Anhaltspunkte für die Reiseplanung. So lässt sich der Aufenthalt nach Interessen ausrichten: von Architektur und Ortsgeschichte bis zu Gartenanlagen und regionalen Produkten.

Das Château de Lassay und seine Wehrarchitektur

Das Château de Lassay ist seit 1862 als Monument historique klassifiziert. Es bewahrt acht Türme und Ringmauern sowie eine außergewöhnliche, dreigeschossige Geschützbastion. Hinzu kommen zwei weiterhin funktionsfähige Zugbrücken. Zusammen zeigen diese Bauteile verschiedene Elemente der Befestigungsanlage, von der Umwehrung bis zu den Zugängen.

Geführte Besichtigungen umfassen möblierte Räume, eine Waffenkammer und eine Küche mit einem ungewöhnlichen Granit-Potager. Auch eine Sammlung alter Kupfergegenstände gehört zum Rundgang; anschließend führt ein Spaziergang durch den romantischen Park. Die Besichtigungsregelungen für die saisonalen Führungen sollten Sie vor der Reise prüfen.

Zwei Gärten, unterschiedliche Schwerpunkte

Die Roseraie bewahrt 300 Rosensorten und ist ganzjährig für selbstständige Besichtigungen geöffnet. Als beste Besuchszeit gelten Juni bis August; prüfen Sie vor Ihrer Reise die saisonalen Besuchsangaben. Damit ist sie eine eigenständige Gartenstation mit einem klaren Schwerpunkt auf Rosen.

Anders ist der Jardin médiéval gegliedert: Seine vier Bereiche umfassen einen Garten mit Heil- und Gewürzpflanzen, einen Gemüsegarten mit historischen Sorten sowie einen Obstgarten mit spalierförmig gezogenen Obstbäumen. Der Garten ist direkt mit dem Château de Lassay verbunden und bietet einen Panoramablick auf das Schloss. Während die Roseraie die Vielfalt der Rosensorten bewahrt, ordnet der mittelalterliche Garten Nutz- und Heilpflanzen in verschiedene Bereiche.

Granit, Gassen und kulturelle Orte

Auch das historische Zentrum lässt sich über seine Bauweise erschließen. Die Häuser sind aus lokalem Granit errichtet; geschlossene Häuserfronten prägen das Ortsbild. Kleine Gassen verlaufen parallel zur Hauptstraße. Diese Straßenstruktur gibt dem Zentrum einen anderen Maßstab als die große Schlossanlage und macht die Ortsgestaltung selbst zu einem Thema beim Erkunden.

Die erhaltenen Überreste des Château de Bois Frou stammen wahrscheinlich von einem Bauwerk aus der Zeit nach 1590. Notre Dame du Rocher wird heute für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen genutzt. Da das kulturelle Programm variieren kann, empfiehlt sich vor dem Besuch ein Blick auf die aktuellen Termine.

Cidre-Herstellung im Museum

Im Musée du Cidre – Domaine de la Duretière führt ein selbstständiger Museumsrundgang durch die Herstellung von Cidre, von der Obsternte bis zur Destillation. Inszenierungen historischer Werkzeuge ergänzen den Einblick in die einzelnen Arbeitsschritte. So steht hier der Herstellungsprozess im Mittelpunkt, nicht eine geführte Besichtigung wie beim Château. Die Öffnungsmodalitäten sollten Sie vor der Reise prüfen.

Der Besuch endet mit einer Verkostung auf dem Hof hergestellter Produkte. Dazu gehören Apfelsaft, Cidre, Poiré, Pommeau de Normandie, Douceur de Poiré, Calvados und Calvados Domfrontais. Wer sich für die kulinarische Seite des Orts interessiert, findet damit neben der Architektur und den Gärten einen konkreten Einblick in die Verarbeitung von Obst.

Weitere Reiseziele entdecken: Meslay-Du-Maine, Montsûrs, Saint-Laurent-des-Mortiers, Hambers, Brécé, Montourtier, Louverné, Saint-Pierre-Sur-Orthe.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mayenne.

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