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Die Baugeschichte von Bourguignon-sous-Montbavin umfasst mehrere klar unterscheidbare Themen: die Vendangeoirs Hédouville et Cuzey, das Vendangeoir des Frères Le Nain, das Château sowie einen Rundweg, der ehemalige Vendangeoirs und Brunnen verbindet. Die Bauten stehen für verschiedene Zeitstellungen und architektonische Einordnungen. Für eine Reise mit Interesse am Kulturerbe ergibt sich daraus ein roter Faden: Bauformen, Baugeschichte und ein historischer Rundweg setzen unterschiedliche Akzente.

Ein Komplex aus mehreren Jahrhunderten

Der Komplex Vendangeoirs Hédouville et Cuzey befindet sich in der 18 rue des Vendangeoirs. Zu ihm zählen das bürgerliche Haus des Vendangeoirs Hédouville aus dem 18. Jahrhundert und die erhaltenen Reste seines Keltergebäudes aus dem 18. Jahrhundert. Das bürgerliche Haus des Vendangeoirs Cuzey stammt vom späten 17. bis zum frühen 18. Jahrhundert. Hinzu kommen ein Pächterwohnhaus aus dem 18. Jahrhundert, ein Stallgebäude aus dem 18. oder 19. Jahrhundert sowie erhaltene Kelleranlagen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Der Komplex gehört zu den 18 Vendangeoirs, die die Gemeinde einst umfasste.

Das Vendangeoir des Frères Le Nain

Das Vendangeoir des Frères Le Nain weist traditionelle Merkmale der Gebäude des Laonnois auf. Es ist ein zweigeschossiges Haus mit Kelterraum, Keller und erhöhtem Wohngeschoss. Damit treffen in einer Bauform die Geschossigkeit und mehrere klar benannte Gebäudeteile zusammen. Das Vendangeoir ist außerdem mit den Malern Antoine, Louis und Mathieu Le Nain verbunden. Das Haus und der angrenzende Garten sind seit dem 23. September 2003 als historische Denkmäler eingetragen. Bauform und Malerbeziehung eröffnen zwei unterschiedliche Blickwinkel auf dasselbe Vendangeoir.

Das Château und seine architektonische Einordnung

Das Château de Bourguignon-sous-Montbavin ergänzt den historischen Themenbogen mit einem Bau aus dem 19. Jahrhundert. Es wurde zwischen 1828 und 1835 errichtet und ist von der neo-palladianischen Architektur inspiriert. Zugleich gilt es als Beispiel für die maisons de plaisance, die für die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts charakteristisch sind. Im Vergleich zum Komplex Hédouville et Cuzey ist das Château damit enger auf eine konkrete Bauzeit eingeordnet.

Die Angaben zum Château beantworten unterschiedliche Fragen: Die Jahre grenzen die Errichtung ein, „neo-palladianisch“ beschreibt die architektonische Inspiration, und die Einordnung als maison de plaisance stellt es in einen für die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts charakteristischen Zusammenhang. So lassen sich Bauzeit, architektonisches Vorbild und Bautyp voneinander unterscheiden, statt die historischen Bauten allein als gleichartige alte Häuser zu betrachten.

Rundweg zwischen Vendangeoirs und Brunnen

Der Rundweg „Bourguignon, village de peintres“ verbindet ehemalige Vendangeoirs und Brunnen. Er setzt damit einen anderen Akzent als die Betrachtung einzelner Häuser: Hier stehen zwei Motive in einem Rundweg zusammen. Der Name nennt das Thema der Malerei; einen konkreten Malerbezug bietet auch das Vendangeoir des Frères Le Nain mit seiner Verbindung zu Antoine, Louis und Mathieu Le Nain. Wenn Sie den Rundweg einplanen, prüfen Sie vorher die aktuellen Routendetails, denn sie können sich ändern.

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