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Liesse-Notre-Dame lässt sich über Wallfahrt, historische Bauwerke und Marschlandschaft kennenlernen. Für die Reiseplanung sind das unterschiedliche Schwerpunkte: Die Basilique Notre-Dame und der Chemin Reims-Liesse stehen für die Pilgertradition; benannte Wander- und Mountainbike-Routen führen durch Sumpf- und Waldlandschaften. Auch die Baugeschichte bietet konkrete Zeitmarken – vom Fachwerkhaus aus dem späten 15. oder frühen 16. Jahrhundert bis zu einem Beschluss aus dem Jahr 1616.

Wallfahrt und historische Bauwerke

Die Basilique Notre-Dame de Liesse ist weiterhin ein bedeutender Wallfahrtsort. Führungen werden auf Anfrage angeboten. Auf der Esplanade finden das ganze Jahr über verschiedene religiöse Veranstaltungen statt. Der Pilgerweg Chemin Reims-Liesse führt nach Liesse und ergänzt den Blick auf die Wallfahrt um einen Wegbezug. Die Basilika wurde durch einen Erlass vom 20. Dezember 1920 als historisches Denkmal klassifiziert.

Das Fachwerkhaus Maison en pan de bois in der 7–9 rue du Général-de-Gaulle wurde Ende des 15. oder Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet. Seine Fassaden und Dächer wurden durch einen Erlass vom 14. März 1996 teilweise als historische Denkmäler eingetragen. Ein weiterer Zeitanker der Basilikageschichte ist der Beschluss vom 13. April 1616 zur Errichtung des Jubé von Notre-Dame de Liesse.

In der Chapelle Santa Casa erzählt eine 90 m² große Freske die Legende der drei Ritter Jehan, Hector und Henri sowie der Prinzessin Ismérie. Die Figuren sind mit der Schwarzen Madonna, der wundertätigen Quelle und der Wallfahrt Notre-Dame de Liesse verbunden. Die Freske wurde Ende 2021 eingeweiht. Die Fontaine Miraculeuse ist noch heute am Ortseingang aus Richtung Laon zu sehen. Dort wurde eine kleine Kapelle errichtet: Ihr Inneres wurde nach dem Vorbild der Santa Casa von Loreto in Italien rekonstruiert; die Kapelle wurde am 16. August 1857 gesegnet.

Marschlandschaft zu Fuß und mit dem Rad

Die Marais de Liesse sind heute ein geschützter Naturraum im Norden Frankreichs mit einer außergewöhnlichen Tier- und Pflanzenwelt. Das Natura-2000-Gebiet Marais de la Souche erstreckt sich über 3.000 ha und ist sowohl als Besonderes Vogelschutzgebiet (ZPS) als auch als Besonderes Erhaltungsgebiet (ZSC) ausgewiesen. Im Grand Marais de Liesse wurde früher Torf gewonnen, um zu heizen und Maschinen anzutreiben – eine historische Nutzung der Marschlandschaft.

Bei den Wanderwegen unterscheiden sich die beschriebenen Landschaftsabschnitte. Le Bois Semé beginnt an der Basilique Notre-Dame de Liesse und führt durch den Grand Marais, das Marais Saint-Boétien und den Bois Semé. Die Route Saint Boëtien führt in die Torfgebiete des Marais Saint-Boétien; auf dem Rückweg verläuft sie durch die Marais de la Souche, die teilweise als Naturschutzgebiet ausgewiesen sind. Prüfen Sie die Routenbeschreibungen und Bedingungen vor dem Aufbruch.

Als Mountainbike-Option ist der leichte Rundkurs La Montinette ausgewiesen. Er verläuft rund um die Marais de la Souche durch Wald- und Sumpflandschaften. Damit stehen für die Tourenplanung unterschiedliche Formen der Bewegung und Landschaft im Blick: Wanderrouten mit jeweils benannten Abschnitten und ein Mountainbike-Rundkurs. Auch für diesen Kurs sollten Sie die Routenbeschreibung und Bedingungen vor der Abfahrt prüfen.

Unterkunft und Anreise planen

Bei der Suche nach einer Ferienwohnung in Liesse-Notre-Dame können Sie zunächst entscheiden, ob Wallfahrt und Baugeschichte oder die Routen durch die Marschlandschaft Ihren Aufenthalt prägen sollen. Für eine Führung sollten Sie die Organisation vor der Reise bestätigen, da Besuche auf Anfrage angeboten werden. Der regionale Verkehr der Hauts-de-France bedient Liesse-Notre-Dame mit Haltestellen an der Place Bailly und in der Rue Abbé Duployé. Prüfen Sie Linien und Fahrpläne vor der Anreise.

Weitere Reiseziele entdecken: Artonges, Beautor, Martigny, Besmont, Pernant, La Chapelle-Sur-Chézy, Guignicourt, Jaulgonne.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aisne.

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