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Der Omignon fließt durch Maissemy, und der Étang de Bihécourt erstreckt sich über die Gebiete von Maissemy und Vermand. Hinzu kommen mehrere Erinnerungsorte aus der Geschichte des Ersten Weltkriegs. So stehen in Maissemy Feuchtgebiete und Vogelwelt ebenso im Blick wie Gedenken und Wiederaufbau. Für Ihre Reiseplanung können Sie diese unterschiedlichen Themen getrennt betrachten oder gerade ihr Nebeneinander zum Anlass nehmen, den Ort näher kennenzulernen.

Feuchtgebiete, Fluss und Vogelwelt

Maissemy ist Teil der ZNIEFF Typ 1 „Étangs de Vermand, marais de Caulaincourt et cours de l'Omignon“. Dieses Naturinventargebiet umfasst 460,34 Hektar und weist eine große Vielfalt aquatischer und amphibischer Lebensräume auf. Die Flächengröße bezieht sich auf das gesamte Gebiet, nicht allein auf die Gemeinde. Die Teiche innerhalb der ZNIEFF sind ein wichtiger Zug- und Überwinterungsrastplatz für Wasservögel. Der Omignon, der durch Maissemy fließt, ist ein rechtsseitiger Nebenfluss der Somme.

Der Étang de Bihécourt gehört sowohl zu Maissemy als auch zu Vermand. Er ist Nistplatz für Standvögel und Rastplatz für Zugvögel. Damit lassen sich die genannten Funktionen der Gewässer unterscheiden: Zug- und Winterrast an den Teichen sowie ein Nistplatz für Standvögel am Étang de Bihécourt. Das gibt Naturinteressierten einen konkreten thematischen Bezug, wenn sie bei der Reiseplanung auch die Vogelwelt berücksichtigen möchten.

Im weiteren Umfeld von Maissemy folgt die Wanderroute „Des marécages aux portes de la plaine“ einer ehemaligen Eisenbahnstrecke. Sie erreicht das ornithologische Gebiet der Teiche von Bihécourt und führt in die Sumpfgebiete des Omignon-Tals. Die Abfolge verbindet in der Beschreibung der Route eine frühere Bahntrasse mit Teichen und Feuchtgebieten.

Gedenkorte und Wiederaufbau

Der deutsche Militärfriedhof von Maissemy wurde 1924 von französischen Militärbehörden angelegt. Dort sind insgesamt 30.481 Opfer des Ersten Weltkriegs beigesetzt; 15.000 Tote liegen in zwei Massengräbern. Der Friedhof ist über die D 33 erreichbar und ganzjährig geöffnet. Prüfen Sie vor der Fahrt die Straßenbedingungen vor Ort und vergewissern Sie sich vor dem Besuch über die aktuellen Öffnungsbedingungen.

Das Kriegerdenkmal von Maissemy wurde 1924 eingeweiht. Es entstand im kolonialen Stil nach Plänen des damaligen Bürgermeisters, des Arztes Luc Arbel. Die Kirche Saint-Pierre wurde nach dem Ersten Weltkrieg in den 1920er-Jahren wiederaufgebaut; das heutige Gebäude steht am selben Standort wie der Vorgängerbau. Hier liegen zwei Aspekte der Nachkriegszeit nebeneinander: das Gedenken am Kriegerdenkmal und der Wiederaufbau der Kirche am bisherigen Ort.

Auch der Vadencourt British Cemetery liegt in Maissemy. Er enthält die Gräber von 760 Soldaten der britischen Armee; 212 der dort beigesetzten Soldaten konnten nicht identifiziert werden. Lieutenant-Colonel John Henry Stephen Dimmer ist ebenfalls dort beigesetzt. Zusammen mit dem deutschen Militärfriedhof machen die beiden Friedhöfe die verschiedenen nationalen Kontexte des Gedenkens an den Ersten Weltkrieg in Maissemy sichtbar.

Weitere Reiseziele entdecken: Marigny-En-Orxois, Beaumont-En-Beine, Rozoy-Sur-Serre, Épieds, Holnon, Orval, Le Charmel, Saint-Christophe-à-Berry.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aisne.

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