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Prémont erschließt seine Ortsgeschichte über mehrere unterschiedliche Zeugnisse: eine wiederaufgebaute Kirche, sichtbare Fundamente, eine Kapelle, einen erhaltenen Turm und Erinnerungsorte. Hinzu kommt die Wanderroute „Autour de Prémont“ mit wechselnden Untergründen. Für die Wahl des Reiseziels ergibt sich so eine klare Frage: Interessiert Sie vor allem die Bau- und Religionsgeschichte, die Erinnerung an den Krieg oder eine Wanderung? Die folgenden Stationen geben diesen Themen konkrete Anknüpfungspunkte.

Kirchen, Kapelle und Spuren des früheren Dorfes

Die Église Saint-Germain de Prémont wurde nach dem Ersten Weltkrieg wiederaufgebaut. Ihr Standort macht den Wandel des Ortsbilds anschaulich: Die heutige Kirche steht gegenüber der früheren, unmittelbar an der Straße gelegenen Kirche zurückgesetzt. Neben dem Chemin du Cimetière sind Fundamente der früheren Kirche sichtbar. Wer sich für Architektur interessiert, kann so den Wiederaufbau nach dem Krieg und die sichtbare Spur eines Vorgängerbaus als zwei unterschiedliche Aspekte betrachten.

Am Ortsrand steht die Chapelle Notre-Dame des Sept-Douleurs. Abbé Gret ließ sie um 1840 am Standort einer älteren Pilgerkapelle errichten, die während der Revolution zerstört worden war. An der Kapelle treffen damit zwei Zeitschichten aufeinander: die Entstehung des heutigen Baus und die Erinnerung an den früheren Pilgerort. Das unterscheidet ihre Geschichte von der Église Saint-Germain, deren Wiederaufbau nach dem Ersten Weltkrieg den markanten Bezugspunkt bildet.

Ein weiterer Bezug zum früheren Dorf ist der Tour-pigeonnier. Er ist das einzige erhaltene Element des historischen Dorfes von Prémont. Damit rückt neben den Kirchen auch ein nichtkirchlicher Rest des alten Dorfes in den Blick.

Gedenken an Krieg und Rückeroberung

Der Prémont British Cemetery umfasst 572 Gräber; darunter sind 536 Gefallene des Commonwealth. Auch deutsche Gefallene sind dort bestattet. Das Befreiungsdenkmal in Prémont erinnert an die Rückeroberung des Ortes durch amerikanische Truppen am 8. Oktober 1918. Die beiden Erinnerungsorte setzen unterschiedliche Akzente: Der Friedhof richtet den Blick auf Gräber und Zugehörigkeiten, das Denkmal auf ein genau datiertes Ereignis. So lässt sich die Ortsgeschichte sowohl über die Menschen, an die erinnert wird, als auch über ein einzelnes Geschehen betrachten.

Der Friedhof ist durch den Haupteingang für Rollstuhlfahrer zugänglich. Da sich Zugangsbedingungen ändern können, bestätigen Sie diese Möglichkeit bitte vor Ihrer Anreise.

Unterwegs auf der Route „Autour de Prémont“

Die Wanderroute „Autour de Prémont“ verläuft über Erd-, Gras-, Schotter- und Asphaltflächen. Planen Sie deshalb mit wechselnden Oberflächen und nicht mit einem durchgehend einheitlichen Wegbelag. Wenn Sie auf eine bestimmte Beschaffenheit angewiesen sind, klären Sie die aktuellen Bedingungen vorab.

Für die Wanderung können Sie auf dem Parkplatz gegenüber dem Rathaus in der Rue du Général Tyson parken. Prüfen Sie die Parksituation vor der Anreise.

Weitere Reiseziele entdecken: Housset, Braine, Coucy-Le-Château-Auffrique, Montigny-L'allier, Trélou-Sur-Marne, Charly, Martigny-Courpierre, Saint-Pierre-Aigle.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aisne.

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