Vauxaillon liegt am westlichen Zugang zum Chemin des Dames. Der Ort vereint zwei sehr verschiedene Reiseinteressen: militärhistorisches Gedenken und die Beschäftigung mit einem Feuchtgebiet. Der französische Militärfriedhof liegt am Ortsausgang entlang der Eisenbahnlinie; das Marais de Longchamp befindet sich ebenfalls in Vauxaillon. So lassen sich zwei Schwerpunkte unterscheiden: der Friedhof und historische Ereignisse am Chemin des Dames auf der einen, ökologische Restaurierung und saisonale Naturbeobachtungen auf der anderen Seite.
Militärisches Erbe am Chemin des Dames
Die französische Militärnekropole von Vauxaillon beherbergt 2.078 Leichname französischer Kriegsteilnehmer. Bei den meisten der aus dem Ersten Weltkrieg stammenden Leichnamen auf dem Friedhof handelt es sich um Soldaten, die in den Schlachten am Chemin des Dames gefallen sind. Der Friedhof ist vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang frei zugänglich. Prüfen Sie die Zugangsbedingungen vor Ihrem Besuch, denn sie können sich ändern.
Am Mont des Singes bei Vauxaillon, südlich des Ailette-Kanals, stürmte am 16. April 1917 das 61. Bataillon der senegalesischen Tirailleurs. Im April 1917 war der Vorsprung Vauxaillon-Laffaux ein Ziel des 1. Kolonialarmeekorps während der Offensive am Chemin des Dames. Im September 1918 kam es am Mont des Singes zu heftigen Kämpfen, an denen das 370. US-Infanterieregiment beteiligt war. Auch die Schlacht von La Malmaison gehört zur Geschichte dieses Geländes: Während der Schlacht fiel der Mont des Singes an die französische Armee.
Die Ereignisse lassen sich zeitlich unterscheiden: Angriff und Korpsziel gehören zum April 1917, die heftigen Kämpfe mit Beteiligung des US-Regiments zum September 1918. Der Fall des Mont des Singes an die französische Armee ist mit der Schlacht von La Malmaison verbunden.
Neben den Militärthemen gibt es auch einen Bezug zur Ortskirche: Der Spazierweg „Autour de Vauxaillon“ führt an der Église Saint Médard de Vauxaillon vorbei. Für die inhaltliche Orientierung ist die Kirche damit ein weiterer benannter Bezugspunkt neben Friedhof und Schlachtfeldern.
Feuchtgebiet und Naturpfad
Das Marais de Longchamp ist ein Feuchtgebiet in Vauxaillon auf einer ehemaligen Pappelplantage. Ein Bericht von 2020 beschreibt ökologische Restaurierungsmaßnahmen mit dem Ziel, einen bemerkenswerten Hangmoorstandort wiederherzustellen.
Der Tätigkeitsbericht von 2020 führt an, dass die ökologischen Maßnahmen das Auftreten von Orchis négligé, Ophioglosse und einer Gemeinschaft von Feuchtgebietswirbellosen ermöglichten. Zu dieser Gemeinschaft zählt die als wenig häufig bezeichnete Spinne Epeire alsine. Die Beobachtungen können saisonal variieren; wenn Sie sich für einzelne Pflanzen oder Wirbellose interessieren, berücksichtigen Sie diesen saisonalen Rahmen bei der Planung.
Ein Tätigkeitsbericht von 2020 hält fest, dass am Marais de Longchamp der Sentier de la demoiselle als Teil eines pädagogischen Naturraums eingerichtet war. Der Weg war mit Informationstafeln versehen, und ein Insektenhotel war integriert. Im Marais stehen damit saisonale Beobachtungen von Pflanzen und Wirbellosen neben einem pädagogischen Weg mit konkret benannten Elementen. Diese unterschiedlichen Blickwinkel können Ihnen bei der Entscheidung helfen, ob Sie vor allem einzelne Arten oder den Naturraum als Ganzes in den Mittelpunkt stellen möchten.
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