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Unterkunft und Erinnerung

Das Gîte de Viel-Arcy liegt am Fuß des Chemin des Dames, einem mit dem Ersten Weltkrieg verbundenen Erinnerungsort. Prüfen Sie für Ihre Reisedaten die aktuelle Verfügbarkeit des Gîte. Einen anderen Zugang zur Ortsgeschichte eröffnet die Kirche Saint-Pierre-et-Saint-Paul mit ihren Kunstwerken.

Ein konkretes Datum ergänzt den Blick auf Viel-Arcy: Georges Ach starb am 27. Mai 1918 im Ort. Der Chemin des Dames ist ein benannter Erinnerungsort; das Datum zu Georges Ach verortet einen Todeszeitpunkt in der Gemeinde. Diese Hinweise eröffnen unterschiedliche Blickwinkel auf die Geschichte des Ersten Weltkriegs.

Kirche und Landschaft

Die Kirche Saint-Pierre-et-Saint-Paul war ein ehemaliges Benediktiner-Priorat und ist Pfarrkirche. Kirche und ehemaliger Gemeindefriedhof sind als historische Denkmäler eingestuft; beide liegen am Fuß eines Hangs am linken Ufer der Aisne. Die Einstufung bezieht sich auf beide Orte, die Pfarrfunktion dagegen nur auf die Kirche. So lassen sich religiöse Rolle, Denkmalstatus und die Lage am Flussufer getrennt einordnen.

Skulpturen und Taufbecken

Die Pietà zeigt die Jungfrau Maria, die den Leichnam Christi hält. Die Statue ist aus Eichenholz geschnitzt und polychrom bemalt. Das Bildthema benennt die dargestellte Szene, während Eichenholz und mehrfarbige Fassung die konkrete Ausführung beschreiben. So lassen sich an diesem Werk religiöses Motiv und Material voneinander unterscheiden.

Die geschnitzte Statue des heiligen Sebastian besteht aus mehreren Holzteilen; sie ist poliert und polychrom bemalt und befindet sich im südlichen Querhaus. Sie stammt aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Am 9. Februar 2005 wurde sie als bewegliches Kulturgut eingetragen. Entstehungszeit und Eintragungsdatum bezeichnen dabei unterschiedliche Dinge: das Alter der Skulptur und ihre spätere Eintragung. Im Vergleich zeigt sich der Unterschied der Ausführung: Die Pietà ist aus Eichenholz geschnitzt, der Sebastian aus mehreren Holzteilen gefertigt.

Das Taufbecken befindet sich im nördlichen Seitenschiff. Es besteht aus einem runden Kalksteinbecken mit Deckel und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Es gilt als zeitgleich mit den ältesten Teilen der Kirche. Damit lässt sich das Becken zeitlich früher einordnen als die Statue des heiligen Sebastian; die beiden Angaben unterscheiden zugleich zwischen einem Zusammenhang mit den ältesten Kirchenteilen und der Datierung eines einzelnen Kunstwerks.

Ange au pilori ist eine geschnitzte und polychrom bemalte Holzstatue in der Kirche. Auch sie wurde am 9. Februar 2005 als bewegliches Kulturgut eingetragen. Ob die Statue derzeit gezeigt wird, sollten Sie vor Ort bestätigen. Wenn Sie gezielt nach den Werken im Querhaus oder Seitenschiff suchen, prüfen Sie vor Ihrem Besuch auch den Kirchenzugang.

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