Zum Inhalt

In Compiègne stehen mehrere kulturelle Zugänge nebeneinander: Das Château verbindet Baugeschichte mit kaiserlichen Gemächern und einer Fahrzeugsammlung. Figurinen, ein Erinnerungsort und das Théâtre Impérial setzen andere Schwerpunkte. So können Sie Ihre Reise danach ausrichten, ob Sie sich besonders für Schlossgeschichte, Sammlungen, Erinnerungskultur oder Musik interessieren.

Schloss, Gemächer und Fahrzeuggeschichte

Das Château de Compiègne wurde unter Louis XV und Louis XVI erbaut und unter Napoléon Ier sowie Napoléon III umgestaltet. Diese Abfolge verbindet mehrere Herrschaftszeiten an einem Ort. Bei einem Besuch können Sie die Gemächer des Kaisers und der Kaiserin besichtigen. Damit stehen Baugeschichte und die mit dem Kaiserpaar verbundenen Räume als zwei unterschiedliche, aber eng verknüpfte Perspektiven auf das Château im Mittelpunkt.

Das Château beherbergt außerdem das Musée national de la Voiture et du Tourisme. Seine bedeutende Sammlung umfasst pferdegezogene Fahrzeuge und Automobile und reicht von deren Ursprüngen bis zum Ersten Weltkrieg. Der Blick wechselt damit von der Geschichte des Schlosses zu Fahrzeugen und ihrer Entwicklung. Wer beide Themen interessiert, findet sie unter einem Dach, ohne dass sich die Sammlungen auf denselben historischen Schwerpunkt beschränken.

Figurinen und Erinnerung

Das Musée de la Figurine bietet einen anderen Zugang zur Geschichte. Seine Sammlung umfasst fast 155.000 Stücke, von denen etwa 45.000 ausgestellt sind; die konkrete Auswahl der ausgestellten Stücke kann sich ändern. Dioramen stellen Geschichte vom Trojanischen Krieg bis zum normannischen Bocage im Juni 1944 dar. So begegnen Ihnen in einem Ausstellungsformat weit auseinanderliegende historische Bezugspunkte.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Mémorial de l’internement et de la déportation. Es wurde 2008 auf dem Gelände des ehemaligen Lagers Royallieu in Compiègne gegründet. Der Ort ergänzt die Sammlungen um die Erinnerung an Internierung und Deportation. Für Ihre Auswahl bedeutet das: Die Museen behandeln nicht ein einziges Thema, sondern eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Geschichte – von Fahrzeugen und Figuren bis zu einem konkreten Erinnerungsort.

Musik und Orientierung

Auch das Théâtre Impérial hat eine eigene historische Chronologie: Sein Bau begann 1867 auf Wunsch von Napoléon III. Nach einer langen Zeit des Nichtbetriebs wurde es 1991 eingeweiht. Das Theater präsentiert Rezitale, Kammermusik, symphonische Musik, Vokalmusik und Musiktheater. Da das Programm je nach Saison wechselt, prüfen Sie die Termine für Ihren Reisezeitraum, wenn eine bestimmte Veranstaltung für Ihre Planung wichtig ist.

Für die Wegeplanung ist die Nähe der Museen ein konkreter Vorteil: Die vier Museumsstandorte liegen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt. Von dort ist der Bahnhof Compiègne etwa zehn Gehminuten entfernt. Diese ungefähren Fußwegangaben können Sie berücksichtigen, wenn Sie Museumsbesuche und die An- oder Abreise planen. Planen Sie das Theater als eigenen Programmpunkt ein.

Wenn Sie ein Hotel in Compiègne suchen, kann der gewünschte Schwerpunkt Ihrer Reise ein guter Ausgangspunkt sein: Soll die Schloss- und Fahrzeuggeschichte im Mittelpunkt stehen, interessieren Sie die Figurinen und Dioramen besonders, oder möchten Sie auch eine Musikveranstaltung einplanen?

Weitere Reiseziele entdecken: Verneuil-en-Halatte, Mont-L'évêque, Pontoise-lès-Noyon, Pierrefonds, Verderonne, Senlis, Grandfresnoy, Marquéglise.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oise.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.