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Saint-Quentin-des-Prés verbindet historische Kirchen mit mehreren Bauphasen und eine ländliche Kulturlandschaft aus Wasserläufen, Hecken, Obstbäumen und Schafhaltung. Für die Wahl des Reiseziels können Sie abwägen, ob Sie stärker an Sakralarchitektur oder am Zusammenspiel von Landwirtschaft und Landschaft interessiert sind.

Wasserläufe und ländliche Kulturlandschaft

Zwei örtliche Wasserläufe vereinigen sich in Saint-Quentin-des-Prés. Von dort fließen sie an Mothois vorbei und weiter in die Epte. Dieser Verlauf verbindet die benannten Orte und Gewässer in einer konkreten landschaftlichen Abfolge. Les Vergers de Mothois ergänzt diese Perspektive um Landwirtschaft: Der Betrieb liegt in einem ökologisch bewirtschafteten Tal mit Heckenlandschaft. Zu seiner Bewirtschaftung gehören Schafhaltung, Apfelbäume, aromatische und Heilpflanzen sowie Beerenobst. Schafe weiden zwischen den Reihen der Apfelbäume; hier greifen Pflanzenbau und Tierhaltung ineinander. So steht neben den Kirchen auch eine ländliche, landwirtschaftlich geprägte Seite des Ortes.

Kirchen mit unterschiedlichen Bauphasen

Die Église Saint-Quentin vereint mehrere Bauphasen. Ihr Kirchenschiff wurde im 11. Jahrhundert errichtet und ist ein Beispiel für Fischgrätenmauerwerk. Der Begriff beschreibt ein Muster, bei dem die Steine schräg angeordnet sind und an Fischgräten erinnern. Der im 13. Jahrhundert errichtete Glockenturm ist bis heute erhalten. Chor und südliche Kapelle stammen wahrscheinlich aus dem 15. Jahrhundert; in der Kapelle befindet sich das einzige steinerne Gewölbe der Kirche. Am Bau stehen damit ein frühes Kirchenschiff, ein späterer Turm und wahrscheinlich jüngere Teile nebeneinander.

Die Église Saint-Germain in Mothois setzt einen anderen Akzent: Sie ist einschiffig und besitzt eine dreiseitige Apsis. Der Chor wird hauptsächlich dem 16. Jahrhundert, das Kirchenschiff dem 17. Jahrhundert zugerechnet. Zur Ausstattung gehören ein steinernes Taufbecken aus dem frühen 13. Jahrhundert und ein polychromer barocker Altaraufsatz von 1717. Polychrom bedeutet mehrfarbig und beschreibt hier die Gestaltung des Altaraufsatzes. Im Vergleich zur Église Saint-Quentin treten in Mothois neben den Baugliedern besonders diese beiden Ausstattungsstücke hervor.

Eine Marienfigur und ein weiter zeitlicher Bogen

Die Vierge de Mothois ergänzt die sakralen Themen um eine gekrönte und verschleierte Marienfigur. Stilistisch wird sie den Marienbildern aus dem späten 12. oder frühen 13. Jahrhundert zugeordnet. Diese Einordnung liegt zeitlich nahe bei der Datierung des steinernen Taufbeckens aus dem frühen 13. Jahrhundert. Zusammen spannt sich der zeitliche Bogen der örtlichen Zeugnisse vom Kirchenschiff der Église Saint-Quentin aus dem 11. Jahrhundert bis zum Altaraufsatz von 1717. Dazwischen liegen der Glockenturm aus dem 13. Jahrhundert, die wahrscheinlich dem 15. Jahrhundert zugehörigen Teile von Saint-Quentin sowie Chor und Kirchenschiff von Saint-Germain, die dem 16. beziehungsweise 17. Jahrhundert zugerechnet werden.

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