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Vieux-Moulin verbindet Rundwege im Wald von Compiègne mit markanten Zeugnissen der Orts- und Baugeschichte. Ein Detail erklärt bereits den Namen des Ortes: Der Ru de Berne durchquert Vieux-Moulin und trieb die frühere Wassermühle an. Für die Reiseplanung stehen damit zwei Themen nebeneinander: Wanderungen mit ausgewiesener Länge und Dauer sowie regionale Geschichte, die an Bauwerken und Landschaft sichtbar wird.

Rundwege mit klaren Zeitangaben

Die Wanderroute Vieux-Moulin ist ein mittelschwerer Rundweg über 5,3 Kilometer; die angegebene Dauer beträgt 2 Stunden und 40 Minuten. Start und Ziel liegen am Carrefour de la Route Tournante et de la Route Crinquet in Vieux-Moulin. Die Promenade des Gorges du Han ist ebenfalls mittelschwer: Auf 5,9 Kilometern ist für sie eine Dauer von 2 Stunden und 30 Minuten angegeben. Sie beginnt und endet am Carrefour de la Gorge du Han. Im Vergleich ist diese Strecke länger, während für die Route Vieux-Moulin die längere Dauer angegeben ist. So lassen sich Streckenlänge und Zeitrahmen getrennt abwägen. Bedingungen auf Wanderwegen können sich ändern; prüfen Sie diese vor dem Aufbruch.

Wald, Wasser und Natur

Die Promenade des Gorges du Han führt zu den Étangs de Saint-Pierre, die als Sehenswürdigkeit der Route ausgewiesen sind. Die heutigen Étangs gingen aus sechs Warin-Teichen hervor. Mit 137 Metern ist der Mont Saint-Pierre-en-Chastres einer der höchsten Punkte im Wald von Compiègne. An der Promenade liegt auch die Grotte des ramoneurs. Sie ist seit dem Jahr 2000 für die Öffentlichkeit geschlossen und dient als Rückzugsort für die biologische Vielfalt; in ihr leben mindestens 130 Hufeisennasen. Für die Grotte gilt die Schließung seit 2000; informieren Sie sich vor einer Reise über den aktuellen Stand.

Eine weitere Aktivität im Wald von Compiègne ist Grimp à l’Arb. Das Angebot umfasst 13 Parcours, die an jahrhundertealten Bäumen befestigt sind. Da sich die Betriebsbedingungen ändern können, sollten Sie diese vor einem Besuch prüfen. Zum Vivier Frère Robert gehörten ein Fischteich und eine Mühle; die Augustiner von Royallieu traten beide 1620 ab.

Megalithen und Klostergeschichte

Am Nordhang des Mont Saint-Mard befindet sich das Megalithdenkmal Pierre qui tourne, auch Pierre Torniche genannt. Unter dem Dolmen wurde während des Zweiten Kaiserreichs eine Grabkammer entdeckt. Der Ort verbindet so einen benannten Megalithen mit einem konkreten archäologischen Fund aus der regionalen Geschichte.

Das Priorat Saint-Pierre-en-Chastres wurde 1309 von Philippe IV. le Bel gegründet und dem neu geschaffenen Orden der Cölestiner angeschlossen. Seine Ruinen stehen seit dem 7. Juni 1905 als Monument historique unter Denkmalschutz. Saint-Pierre-en-Chastres ist ein seltenes Beispiel für Architektur des späten 14. Jahrhunderts in der Region. Gründungsdatum, spätere architektonische Einordnung und Schutzstatus verweisen auf verschiedene Abschnitte seiner Geschichte.

Kirchenbau und Architektur

Die Kirche Saint-Mellon wurde 1860 auf Veranlassung von Kaiser Napoleon III. und Kaiserin Eugénie nach Plänen von Grisart wiederaufgebaut; Grisart war Architekt des Palais de Compiègne. Besonders am Glockenturm zeigt sich die Gestaltung: Als Vorhalle ausgebildet, besitzt er zwei stark auskragende Dächer, die ihm ein pagodenähnliches Aussehen verleihen. In der Kirche befindet sich außerdem ein geschnitzter hölzerner Kreuzweg von P.A. Brément, der von 1860 bis 1896 Pfarrer von Vieux-Moulin war. Nahe dem Ausgangspunkt der Promenade des Gorges du Han liegt der Pavillon Eugénie, 1857 von Viollet-le-Duc erbaut.

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