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Nach dem Ende des Steinabbaus 1948 verwandelten sich die ehemaligen Steinbrüche von Crazannes in dschungelartige Steinschluchten. Der Wechsel vom Abbaugebiet zur Schluchtenlandschaft prägt den Charakter des Ortes. Für den Besuch stehen zwei kurze Wege mit unterschiedlichen Vermittlungsformen zur Auswahl; eine längere Wanderroute sowie Château und Kirche eröffnen weitere Themen.

Steinbrüche: zwei kurze Wege

Der »Parcours des carriers« ist ein geführter, gesicherter Weg von 650 Metern durch die ehemaligen Steinbrüche. Der »P'tit parcours de Genny« ist 600 Meter lang, arbeitet mit einer Inszenierung und vermittelt den Ursprung des weißen Steins, Abbaumethoden sowie die dort vorkommende Tier- und Pflanzenwelt. Zwischen den angegebenen Längen liegen nur 50 Meter. Für Ihre Wahl ist deshalb auch die Art der Vermittlung wichtig: Beim Parcours des carriers ist die Führung ein Merkmal, beim P'tit parcours stehen Inszenierung und thematische Inhalte im Vordergrund. So können Sie kurze Weglängen und unterschiedliche Themen gegeneinander abwägen.

Der Stein als Baugeschichte

Der Stein von Crazannes wurde für Verkehrswege und Denkmäler wie den Germanicus-Bogen in Saintes verwendet und weltweit exportiert. Der Bogen bietet einen konkreten Bezugspunkt im Monumentbau, während der weltweite Export den Blick auf die Verbreitung erweitert. Zusammen mit dem P'tit parcours, der Ursprung und Abbaumethoden des weißen Steins vermittelt, entsteht ein thematischer Bogen von der Gewinnung bis zur Verwendung des Materials.

Schloss und Kirche

Das Château de Crazannes trägt den Beinamen »Château du Chat Botté«, weil Jules Gouffier, Graf von Caravaz, Charles Perrault zum Marquis de Carabas und zum Herrn des gestiefelten Katers inspirierte. Das Château ist teilweise als »Monument historique« klassifiziert und teilweise als solches eingetragen. Die Kirche Sainte-Madeleine ist ein Bauwerk aus dem 12. Jahrhundert; ihr romanisches Chorhaupt ist für die Saintonge charakteristisch. Sie liegt über der Quelle des Freussin. Für Ihre kulturelle Auswahl stehen damit zwei unterschiedliche Perspektiven bereit: Am Schloss ist es die Inspiration hinter dem Beinamen, an der Kirche Bauzeit, Romanik und die Lage über der Quelle.

Naturraum und längere Wanderung

Die Steinbrüche von Crazannes liegen auf einem dem Département Charente-Maritime gehörenden Espace Naturel Sensible. Für das Gelände von La Pierre de Crazannes wollte das Département ein Refuge LPO Collectivités einrichten. Die FFRandonnée-Liste für Cœur de Saintonge führt eine 10,5 Kilometer lange Wanderroute von Crazannes nach Port-d'Envaux. Mit 10,5 Kilometern steht diese Strecke einer anderen Größenordnung gegenüber als die 600 und 650 Meter der Steinbruchwege; so können Sie den gewünschten Streckenmaßstab von der Frage nach den Themen trennen. Routendetails können aktualisiert werden; prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Angaben.

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