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Melle lässt sich über mehrere sehr unterschiedliche Themen erschließen: eine umgenutzte Bahnstrecke mit Arboretum, romanische Kirchen, Kunst im Stadtraum und technische Sammlungen. Der Chemin de la Découverte ist eine ehemalige Eisenbahnstrecke, die in ein Arboretum umgewandelt wurde. Er ist frei und kostenlos zugänglich; geführte Besichtigungen sind nach vorheriger Anmeldung möglich. Damit stehen zwei Besuchsformen zur Wahl: der eigenständige Besuch und eine vorab angemeldete Führung.

Gartenkunst und Werke im Stadtraum

Im Parc de la Maladrerie verbindet Le feu inventé figürliche Formen mit einer klar benannten Materialbearbeitung: Die anthropomorphen Skulpturen sind aus gespaltenen Baumstämmen gefertigt und durch Feuer geschwärzt. Anthropomorph bezeichnet die menschenähnliche Gestalt; Holz und Feuer gehören ebenfalls zur Gestaltung der Arbeit. Ebenfalls im Park liegt der Jardin d’eau - Jardin d’orties, Gilles Cléments erster „Jardin de résistance“ in Melle. Die beiden Anlagen lassen sich konkret unterscheiden: Bei Le feu inventé prägen Skulptur, Holz und Feuer das Werk, beim Jardin stehen Gartenform, Urheberschaft und seine besondere Stellung als erster solcher Garten in Melle im Vordergrund. Das Musée des nuages ist ein Freiluftmuseum. Darüber hinaus sind in Melle erworbene und bewahrte zeitgenössische Kunstwerke im baulichen und pflanzlichen Erbe der Stadt zu sehen.

Drei Kirchen, unterschiedliche Bezugspunkte

Die drei Kirchen von Melle bieten klar unterscheidbare historische Anknüpfungspunkte. Saint-Savinien ist die älteste der drei und wurde innerhalb des mittelalterlichen Castrums errichtet. Saint-Hilaire gilt als eines der vollständigsten Beispiele der romanischen Architektur des Poitou und ist in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen. Die Kirche ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich; prüfen Sie die Bedingungen vor Ihrem Besuch. Saint-Pierre wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts erbaut. Für Ihre Auswahl nach Baugeschichte bieten die Kirchen somit unterschiedliche Bezugspunkte: das Castrum, romanische Architektur und UNESCO-Eintragung sowie ein konkreter Bauzeitraum.

Motorräder und Bergbau unter Tage

Das Musée Monet & Goyon ist dem Motorradhersteller Monet&Goyon gewidmet. Dort sind fast 40 Maschinen und Zubehör aus der jeweiligen Zeit ausgestellt. Bei einer Führung in den Mines d’Argent des Rois Francs können Sie das unterirdische Bergwerksnetz und antike Bergbautechniken entdecken. Damit stehen zwei unterschiedliche Technikzugänge nebeneinander: ein Museum mit Hersteller- und Maschinenfokus sowie die geführte Erkundung eines unterirdischen Netzes und antiker Bergbautechniken.

Biennale an verschiedenen Ausstellungsorten

Die Biennale für zeitgenössische Kunst in Melle nutzt Kirchen, einen Tempel, das Hôtel de Ménoc, Parks und den Chemin de la Découverte als Ausstellungsorte. Die Liste reicht von Sakralbauten über Parks bis zum Chemin de la Découverte und verbindet damit unterschiedliche Ausstellungsorte. Für Ihren Besuch im Rahmen der Biennale lohnt es sich, die Veranstaltungstermine zu prüfen; so können Sie den Aufenthalt an den konkreten Ausstellungszeitraum anpassen.

Weitere Reiseziele entdecken: Saint-Hilaire-La-Palud, Villiers-En-Bois, Saint-Martin-de-Sanzay, Rom, Saint-Georges-De-Rex, Parthenay, La Boissière-En-Gâtine, Pressigny.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Deux-Sèvres.

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