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Flusstäler und Natur

Die Benaize durchquert Liglet von Norden nach Süden und wird von teils steilen, meist bewaldeten Hängen gesäumt. Zur Landschaft gehören außerdem hügelige oder bewaldete Ebenen, Bocage-Heckenlandschaften sowie die Täler der Benaize und des Corcheron. Flussraum, Hecken und Geländeformen geben der Landschaft mehrere unterscheidbare Akzente.

Im Corcheron-Tal und seinen Feuchtgebieten leben Europäische Sumpfschildkröten, Gelbbauchunken, Kammmolche und zehn Fledermausarten. Der Corcheron beherbergt eine ZNIEFF des Typs II und gehört zum europäischen Natura-2000-Netz. Einen weiteren Naturort bilden die Sources du Glandon: eine natürliche Wasseraustrittsstelle im Wald mit früheren wasserbaulichen Anlagen und einem Interpretationsweg.

Wandern und Streckenwahl

Der Interpretationsweg von Liglet ist eine 6 bis 8 km lange Rundstrecke. „Voyage entre Poitou et Berry“ bietet ab Jemelle drei Varianten: eine Runde von 3,5 km, eine von 5 km oder die vollständige 8,5-km-Strecke. Entlang der Wege stehen sieben Informationstafeln; die Wege sind zugänglich und verlaufen teilweise auf Wanderwegen, die von der Communauté de communes Vienne et Gartempe angelegt wurden. Mit 6 bis 8 km liegt die Rundstrecke von Liglet längenmäßig zwischen der 5-km-Variante und der vollständigen 8,5-km-Tour ab Jemelle; 3,5 km ist dort die kürzere Alternative.

Eine längere und als anspruchsvoll bezeichnete Rundwanderung ist „Par les Pâtureaux boucle n°1“. Sie ist 22,2 km lang und führt von La Trimouille nach Liglet entlang des Benaize-Tals. Für den Start können Sie im Ortszentrum von Liglet parken und dem ausgeschilderten Weg in östlicher Richtung folgen. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtliche Beschilderung.

Ländliches und sakrales Erbe

Liglet besitzt fünf Taubenschläge; der bedeutendste befindet sich in Courtevraud. Der freistehende Rundbau stammt vermutlich aus dem 15. Jahrhundert und besitzt 946 Nistöffnungen. Damit erhält ländliche Baukunst in Liglet ein konkretes Beispiel, dessen Form und Größe sich an einem besonderen Detail ablesen lassen: der Zahl seiner Nistöffnungen.

Das Jahr 1093 verbindet zwei historische Hinweise: In diesem Jahr wurde das Priorat von Marcilly erwähnt und Saint-Hilaire erstmals genannt. Das Priorat unterstand der Abtei Saint-Savin; 1102 übertrug der Bischof von Poitiers die Kirche Saint-Hilaire an dieselbe Abtei. Auch eine Kapelle erhielt eine bemalte Ausstattung im Langhaus und im Chor: im 11. und 12. Jahrhundert sowie erneut im 14. Jahrhundert.

Zur ländlichen Prägung gehört auch die Landwirtschaft. Die Erzeuger in Liglet setzen auf kurze Lieferketten und produzieren Fleisch, Milch, Käse, Gemüse und Kaninchen. Wer bei der Zielwahl neben Natur und Kulturerbe auch regionale Erzeugung als Thema schätzt, findet hier einen weiteren Bezug zum Ort.

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