Clamensane lässt sich über zwei unterschiedlich lange Rundwanderungen erschließen: die leichte Tour zum Aqueduc des Sagnières und die längere, als ziemlich schwierig eingestufte Route zur Chapelle Saint-Amand. Das Dorf liegt auf einem Felsvorsprung; unterhalb fließt die Sasse, darüber erhebt sich der Berg Saint-Amand. Auf der höher gelegenen Chapelle-Route bieten sich Ausblicke über das mittlere Sasse-Tal und die Schluchtverengung von Bayons. Bei der Wahl des Ausflugs können Sie so Gehzeit, Landschaft und Ziel miteinander abwägen.
Wanderungen mit unterschiedlichem Zeitbedarf
Die Wanderung zum Aqueduc des Sagnières ist eine leichte Rundtour von 6,2 Kilometern. Als Dauer sind drei Stunden angegeben; der Aufstieg beträgt 241 Meter, der Abstieg 234 Meter. Sie ist damit die kürzere der beiden hier beschriebenen Rundwanderungen. Routendetails können sich ändern, prüfen Sie daher vor der Tour die aktuellen Streckeninformationen.
Der Aqueduc selbst ist ein alter, zweibogiger Aquädukt aus Tuffstein im kleinen Tal der Sagnières. Im Vallon du Vermeil gibt es außerdem familiengeeignete Wanderungen, die am Aqueduc vorbeiführen oder ihn überqueren. Das Bauwerk ist damit sowohl ein eigenständiges Wanderziel als auch ein markanter Punkt auf diesen Wegen.
Die markierte Rundwanderung „La Chapelle Saint-Amand (N°5)“ beginnt in Clamensane und führt zur Kapelle. Sie ist 12,76 Kilometer lang, umfasst 773 Meter Aufstieg, dauert sechs Stunden und ist als ziemlich schwierig eingestuft. Im Vergleich zur Aquädukt-Runde bedeutet das ungefähr die doppelte Streckenlänge und Gehzeit sowie deutlich mehr Aufstieg. Prüfen Sie vor dem Aufbruch den Zugang zur Route.
Auch der Trail „Montée de Saint Amand“ beginnt in Clamensane. Er führt über einen technisch anspruchsvollen, fordernden Anstieg zu einem hoch gelegenen Pass. Damit unterscheiden sich die Wanderoptionen nicht nur durch ihre Dauer: Die Aquädukt-Runde führt zu einem alten Bauwerk, die Chapelle-Runde verbindet die Kapelle mit Ausblicken über das Sasse-Tal, und der Trail führt über einen anspruchsvollen Anstieg zum Pass.
Chapelle Saint-Amand: Wallfahrt und Legende
Die Chapelle Saint-Amand ist mit einer langen Wallfahrtsgeschichte verbunden: Eine Wallfahrt bestand von 1600 bis 1920. Die von der Gemeinde Clamensane veranlasste Restaurierung und Sicherung der Kapelle begann im Juli 1999; im Oktober 2000 wurde das restaurierte Gebäude gesegnet. Diese Daten geben der Kapelle einen historischen Zusammenhang, der über ihre Rolle als Wanderziel hinausgeht.
Eine lokale Legende erzählt von einer Statue, die ein Hirte an einen anderen Ort brachte und die wiederholt zu ihrem ursprünglichen Standort zurückkehrte. Über dem Ort erhebt sich außerdem der „Rocher-qui-Parle“. An einem QR-Code können Sie mit dem Smartphone ein Märchen anhören – ein kurzer Erzählmoment, der sich von den längeren Wanderungen unterscheidet.
Anfahrt und weitere Beobachtungen
Für die Wanderung zur Chapelle Saint-Amand führt die Anfahrt von Sisteron über die D951 und anschließend die D1 nach Clamensane. Am Ortseingang gibt es einen Parkplatz. Da sich Straßenverhältnisse ändern können, prüfen Sie diese vor der Abfahrt.
In der Umgebung von Clamensane können Sie mit dem Fernglas nach Gämsen Ausschau halten; Sichtungen sind nicht garantiert. Zusammen mit dem markanten Felsvorsprung, der Sasse unterhalb des Dorfes und dem darüber aufragenden Saint-Amand ergibt sich ein abwechslungsreiches Bild der Landschaft – von Wanderwegen und Höhenblicken bis zu kulturellen Zielen.
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