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Forcalquier verbindet ein mittelalterliches Stadtbild mit Baugeschichte, Museen und einem traditionsreichen Montagsmarkt. Die Themen reichen von romanischer und gotischer Architektur über archäologische und künstlerische Sammlungen bis zu Rundgängen mit unterschiedlichen Darstellungsformen. So können Sie Ihren Aufenthalt nach Stadtgeschichte, Kunst, regionalen Erzeugnissen oder Landschaftsthemen ausrichten.

Gassen, Sakralbauten und Stadtgeschichte

Das mittelalterliche Zentrum von Forcalquier umfasst gepflasterte Gassen, Brunnen, bemerkenswerte historische Stadthäuser und sonnige Plätze. Die Concathédrale Notre-Dame-du-Bourguet wurde zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert errichtet und verbindet romanische und gotische Stilelemente. Sie beherbergt weiterhin Höhepunkte des religiösen Lebens der Einwohner von Forcalquier sowie Orgel- und Vokalkonzerte und Konferenzen.

An der Citadelle de Forcalquier befindet sich die 1875 errichtete Chapelle Notre-Dame de Provence, eine achteckige Kapelle im neobyzantinischen Stil. Die Citadelle steht am Standort des ehemaligen Schlosses der Grafen von Forcalquier. Damit treffen bei den Bauwerken unterschiedliche historische Bezüge aufeinander: die lange Bauzeit der Concathédrale, die Entstehung der Kapelle im 19. Jahrhundert und der frühere Schlossstandort.

Museen: von Archäologie bis Kräuterkunde

Die Dauerausstellung des städtischen Museums von Forcalquier führt von der Vorgeschichte bis in die 1980er-Jahre. Zu den Sammlungen gehören Archäologie, bildende Kunst, Alltagsgegenstände, religiöse Objekte und die Sammlung zeitgenössischer Kunst von Lucien Henry. Die Themen verbinden einen weiten zeitlichen Überblick mit unterschiedlichen Blickwinkeln auf Kunst und Alltagsleben.

Das Artemisia Museum befindet sich im Couvent des Cordeliers; seine Dauerausstellung umfasst mehr als 250 m². Einen anderen Schwerpunkt setzen ganzjährig angebotene Workshops zu essbarer Kräuterkunde, Parfümerie und den Geheimnissen ätherischer Öle. Die konkreten Workshoptermine können variieren, daher lohnt sich vorab ein Blick ins aktuelle Programm. Auch das Couvent selbst hat eine längere Geschichte: Es wurde im 13. Jahrhundert an der Stelle eines ehemaligen Benediktinerpriorats gegründet.

Der Montagsmarkt und das Stadtzentrum

Der Montagsmarkt in Forcalquier ist seit dem 12. Jahrhundert belegt. Er erstreckt sich durch das Stadtzentrum und die Altstadt bis zum Handwerkerhof. Unter den angebotenen Waren finden sich regionale Erzeugnisse, Textilien und Terrakottawaren; die einzelnen Anbieter können wechseln. Seine Ausdehnung ist ein hilfreicher Unterschied zu einem Markt, der nur an einem einzelnen Platz stattfindet: Hier reicht der Marktbereich durch mehrere Teile des Zentrums bis zum Handwerkerhof.

Zwei Rundgänge, zwei Darstellungsformen

Le lectionnaire enchanté de Forcalquier ist ein Rundgang mit zwölf Präsentationstafeln aus emaillierter Lava und taktilen Zeichnungen. Derrière les portes secrètes de Forcalquier führt durch alte Türen der Stadt; zwölf Wandtafeln aus Kunstharz bilden bemerkenswerte Türen der Altstadt nach. Für die Wahl zwischen den Formaten ist der Unterschied klar: Der eine Rundgang verbindet Lavatafeln mit taktilen Zeichnungen, der andere richtet den Blick auf Türen und ihre Nachbildungen.

Les Mourres und seine Kalksteinformen

Les Mourres besteht aus ungewöhnlichen Kalksteinformationen, die teilweise an Gesichter erinnern. Das Département Alpes-de-Haute-Provence stuft den Naturraum als Espace Naturel Sensible ein. So stehen bei diesem Thema die sichtbaren Formen des Kalksteins neben der offiziellen Einordnung als sensibler Naturraum – ein anderer Schwerpunkt als die Baugeschichte und die Sammlungen der Museen.

Weitere Reiseziele entdecken: Prads-Haute-Bléone, La Motte-Du-Caire, Thorame-Haute, Aubignosc, Thoard, Pierrevert, Entrepierres, Rougon.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Alpes-De-Haute-Provence.

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