Die Pierre du Costel verbindet Orts- und Marktgeschichte mit lokaler Überlieferung. Früher stand sie am Eingang des Getreidemarkts, an der Stelle, an der die Abgaben entrichtet wurden. Als Pierre chaude ist sie ein grüner Stein, dessen Oberfläche durch das Berühren von Händen geglättet wurde; besondere Kräfte werden ihm zugeschrieben.
Kirchen, Kapellen und Château
Im heutigen Dorfzentrum steht die moderne Pfarrkirche Saint-Thomas-Saint-Restitut. Sie wurde von 1872 bis 1874 erbaut; beide Glocken der Kirche wurden 1874 gegossen. Davon zu unterscheiden ist die ältere Pfarrkirche im ehemaligen Dorf: Sie entstand im 12. Jahrhundert, wurde 1588 während der Religionskriege beschädigt und im 17. Jahrhundert wiederaufgebaut.
Die heutige Kapelle Saint-Pierre wurde 1860 aus den Steinen der früheren Kirche errichtet, um deren Andenken zu bewahren. Sie dient der Familie Ventavon als Begräbnisstätte. An diesen Baugeschichten lässt sich ablesen, wie verschiedene sakrale Gebäude jeweils eigene historische Zeitpunkte und Funktionen bewahren.
Das Château de Jarjayes wurde aus Stein erbaut, nachdem die frühere Burg zu Beginn des 17. Jahrhunderts zerstört worden war. Bewohnt wurde es von Francis Auguste Reynier, bekannt als Chevalier de Jarjayes. Erhalten sind die zentrale Treppe mit ihrem schmiedeeisernen Geländer, Gewölberäume und eine alte Kapelle mit dem Wappen des Chevaliers. Das Wappen zeigt einen gekrönten Löwenkopf und eine Schlange, die sich in den Schwanz beißt.
Die Öffnung der monumentalen Treppe des Château für die Öffentlichkeit wurde am 8. November 2025 eingeweiht. Wenn Sie die Treppe besuchen möchten, prüfen Sie vorab die örtlichen Zugangsbedingungen. Auf dem Gelände der Trois-Châteaux ist die alte Kirche teilweise restauriert und gesichert; sie kann wieder Besucher, Spaziergänger und Interessierte an historischen Bauwerken empfangen. Auch dort sollten Sie sich vor einem Besuch nach den geltenden Zugangsbedingungen erkundigen.
Wiesen, Wälder und unterschiedliche Routen
Jarjayes überblickt das Durance-Tal. Der Circuit des Bournas führt durch Wiesen zwischen Jarjayes und Les Bournas, durch dichte Wälder und zu zahlreichen Aussichtspunkten über das Gapençais-Becken. Wer beim Wandern gern offene Landschaft, Wald und Aussichtspunkte verbindet, findet in dieser Route einen klar umrissenen Schwerpunkt. Der Blickbezug des Orts auf das Durance-Tal und die Aussichtspunkte der Route über das Gapençais-Becken richten sich auf unterschiedliche Landschaftsräume.
Der Col de la Sentinelle ist die von Gap nach Jarjayes führende Zufahrt. Bei gutem Wetter, besonders in der wärmeren Jahreszeit, wird sie vor allem von Radfahrern genutzt. Damit unterscheiden sich die beiden Perspektiven auch in ihrer Funktion: Der Col beschreibt die Zufahrt aus Gap und ihre Nutzung durch Radfahrer, der Circuit des Bournas eine Landschaftsroute durch Wiesen und Wald zu Aussichtspunkten.
Einblicke in Landwirtschaft und Herstellung
La Ferme du Col bietet eine 1,5-stündige, von den Eigentümern geleitete Entdeckungstour. Sie behandelt die Haltung von Straußen und Angoraziegen sowie die Herstellung von Mehl und Bier. Die Tour verbindet damit Einblicke in Tierhaltung mit Themen der Produktion und Verarbeitung.
Zum Besuchsangebot gehören außerdem pädagogische und spielerische Besuche mit Tierfütterungen, dem Füttern von Jungtieren mit der Flasche und Streichelbereichen. Auf dem Hof werden Angoraziegen und Strauße gehalten. Buchung, Zeitpläne und ergänzende Aktivitäten können sich ändern; prüfen Sie die aktuellen Besuchsmöglichkeiten vor Ihrer Planung.
Weitere Reiseziele entdecken: La Grave, Freissinières, Rochebrune, Salérans, Rosans, Le Poët, La Piarre, Neffes.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hautes-Alpes.