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Trans-En-Provence verbindet eine vom Wasser geformte Landschaft mit ungewöhnlicher Technikgeschichte, historischen Bauwerken und Olivenöl. Die Nartuby fließt durch das Zentrum und hat dort im Lauf der Zeit tiefe Schluchten geformt. Der Puits aérien setzt einen eigenen technischen Akzent. Bau- und Religionsgeschichte sowie regionale Produkte ergänzen die Themen. So können Sie bei der Reiseentscheidung abwägen, ob Landschaft, Technik, Architektur oder Olivenöl Ihren Aufenthalt stärker prägen sollen.

Nartuby und Boucle du Calant

Die geologische Seite der Schluchten greift auch der Rundweg Boucle du Calant auf. Er ist mit vernetzten Informationstafeln ausgestattet, die über NFC und QR-Codes zusätzliche Videos anbieten. Diese erläutern die Geologie der Schluchten, die Mühlen sowie den Betrieb des Wasserkraftwerks. Damit kommen unterschiedliche Wasser-Themen zusammen: die Entstehung der Schluchten, Mühlen und die Nutzung von Wasserkraft. Die Videos geben dem Rundweg eine erklärende Ebene, die über die Landschaft hinaus auch technische Zusammenhänge aufgreift.

Die digitalen Erläuterungen können sich im Lauf der Zeit ändern. Wenn ein bestimmtes Video für Ihre Planung wichtig ist, prüfen Sie die Information vor Ihrem Besuch.

Technik- und Baugeschichte

Der Puits aérien wurde 1931 vom belgischen Ingenieur Achille Knapen errichtet. Sein Zweck war, Luftfeuchtigkeit durch Kondensation zu sammeln. Im Mittelpunkt steht damit eine konkrete technische Idee: Feuchtigkeit aus der Luft zu gewinnen. Der Puits aérien ist seit dem 9. Dezember 1983 als historisches Denkmal eingetragen.

Das Hôtel de Ville entstand zwischen 1779 und 1781 und besitzt eine Fassade im Stil Ludwigs XV. Auch der Denkmalschutz bezieht sich auf diesen Gebäudeteil: Die Fassade ist durch eine Verfügung vom 16. November 1949 als historisches Denkmal eingetragen.

Bei der Kirche Saint Victor lassen sich mehrere Zeitpunkte unterscheiden. Die heutige Kirche bestand bereits im 13. Jahrhundert. 1490 wurde sie wiederaufgebaut; am 22. November 1496 weihte Nicolas de Fiesque, Bischof von Fréjus, das Gotteshaus. Der mittelalterliche Bestand und die Ereignisse des späten 15. Jahrhunderts geben so verschiedene zeitliche Anhaltspunkte für die Baugeschichte.

Die Chapelle Notre Dame wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut. Sie enthält eine Pietà, die Königin Marie-Amélie, die Ehefrau von Louis-Philippe, stiftete. Hier stehen Bauzeit und ein konkret zugeschriebenes Kunstwerk nebeneinander: Die Kapelle lässt sich damit sowohl über ihre Entstehungszeit als auch über die Geschichte der Pietà einordnen.

Olivenöl und Verkostungen

Eine andere Facette des Ortes zeigt die Oliveraie La Colline: Dort werden Olivenöle verschiedener Sorten produziert und Produkte verkostet. Für Reisende, die neben Landschaft und Baugeschichte auch Olivenöl in ihre Interessen einbeziehen möchten, kommt damit ein kulinarischer Bezugspunkt hinzu. Die Verkostungen und die unterschiedlichen Ölsorten ergänzen die historischen Themen um einen konkreten Einblick in die lokale Produktwelt.

Weitere Reiseziele entdecken: Varages, Neoules, Bormes-Les-Mimosas, Auribeau-Sur-Siagne, Carces, Tanneron, Gassin, Bras.

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