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La Bastide-Des-Jourdans liegt am Südhang des Grand Luberon und am Rand des Parc naturel régional du Luberon. Die Gemeinde bietet unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: eine genau datierte Kapellengeschichte, mittelalterliche Bauwerke, ein benanntes Geotop sowie zahlreiche Wege zum Wandern, Reiten und Radfahren. So können Sie schon bei der Reiseplanung abwägen, ob Sie den Schwerpunkt eher auf Architekturgeschichte oder Aktivitäten im Freien legen möchten.

Kapelle mit mehreren Bauphasen

Die Chapelle Notre-Dame-de-Consolation wurde kurz vor 1523 gegründet und am 19. August 1535 geweiht. Zwischen 1582 und 1620 wurde sie schwer beschädigt; vor 1653 war sie restauriert. Die Abfolge aus Gründung, Weihe, Beschädigung und Restaurierung ordnet die Baugeschichte in mehrere klar datierbare Etappen. Architektonisch besitzt die Kapelle einen rechteckigen Chor mit rundbogigem Tonnengewölbe und ein einschiffiges Langhaus mit einem Joch und Rippengewölbe. Die unterschiedliche Gestaltung dieser beiden Bereiche macht die Raumgliederung konkret nachvollziehbar.

Château, Kirche und Beffroi

Beim Château von La Bastide-Des-Jourdans stammen der Sockel des runden Turms sowie die Nord- und Westmauern aus dem 13. Jahrhundert. Im Jahr 1388 diente das Château einem Drittel der Bevölkerung als Zuflucht, weil die Menschen im Dorf keinen Platz fanden. Das Château ist in Privatbesitz und normalerweise nicht zu besichtigen; Besichtigungen finden nur selten statt. Diese Einschränkung ist wichtig für die Planung: Die historische Bedeutung des Bauwerks bedeutet nicht, dass eine Besichtigung gewöhnlich möglich ist.

Auch die Église Saint Pierre aux Liens wurde im 13. Jahrhundert erbaut. 1343 erhielt sie eine nördliche Seitenkapelle und einen dreibogigen Glockengiebel. Der Beffroi des Dorfes entstand später, zwischen 1620 und 1632, um die Pfarrglocken und die Gemeindeeuhr aufzunehmen. Zusammen zeigen diese Bauwerke verschiedene Zeitabschnitte der örtlichen Baugeschichte: von den mittelalterlichen Ursprüngen über Erweiterungen der Kirche bis zur Errichtung des Beffroi.

Ein Text aus dem Jahr 1229 erwähnt La Bastide-Des-Jourdans erstmals. Darin legte Raimond-Bérenger V., Graf der Provence, für Händler eine verpflichtende Route nach Sisteron oder ins obere Durance-Tal und zurück fest. Die Ortsnennung steht damit in derselben Textstelle wie eine geregelte Händlerroute und ergänzt die Baugeschichte um einen mittelalterlichen Bezug zum Handel.

Geotop und Aktivitäten im Freien

Das Geotop 44 trägt den Namen „Source sulfureuse et barrage“ und liegt in La Bastide-Des-Jourdans. Die schwefelhaltige Quelle ist eine von drei Bohrungen, die EDF 1952 zur Untersuchung des Untergrunds vor dem Bau eines Staudamms niederbrachte. Diese technische Vorgeschichte gehört zur Besonderheit des benannten Geotops.

In der Gemeinde gibt es zahlreiche Wege zum Wandern, Reiten und Radfahren. Damit umfasst die Auswahl Aktivitäten zu Fuß, zu Pferd und auf dem Rad. In der 2025 aktualisierten Angebotsbeschreibung von Oh My Deuche wird eine vierstündige Entdeckungstour durch die Weinberge in einer 2CV genannt. Die Dauer von vier Stunden ist ein konkreter Zeitblock, den Sie für Ihre Planung separat berücksichtigen können; das beschriebene Format verbindet die Tour mit einer Fahrt durch die Weinberge.

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