Die Mur de la Peste verläuft durch Lagnes, und vom höchsten Punkt des Dorfes reicht der Blick über den Luberon und die Alpilles. Auch die Baugeschichte des Ortes und die Landschaft der Monts de Vaucluse geben einer Reise hier unterschiedliche Schwerpunkte: alte Mauern und Gassen, Aussichtspunkte sowie Wege durch Garrigue und Wald.
Lagnes zwischen Hügeln und Sorgue-Ebene
Lagnes liegt an der Südwestspitze der Monts de Vaucluse und am Fuß des Felsens Pieï. Am westlichen Rand des Gemeindegebiets grenzt die Ebene der Sorgue an. Die Hügel östlich und nördlich des Ortes sind von Garrigue, Steineichen und Kiefern geprägt. So gehören Fels, bewachsene Höhen und Ebene zu den unterschiedlichen Landschaftsbildern rund um Lagnes.
Vom höchsten Punkt des Dorfes bietet sich ein Blick über den Luberon und die Alpilles. Ein weiteres Panorama eröffnet die Tête du Soldat, ein felsiger Grat mit 360-Grad-Blick auf den Luberon, die Alpilles und den Mont Ventoux. Im Vergleich zum Blick vom Dorf nennt das Panorama vom Grat zusätzlich den Mont Ventoux.
Spuren der Ortsgeschichte
Die Mur de la Peste führt durch Lagnes. Sie ist Teil einer etwa 20 Kilometer langen Trockensteinmauer, die 1721 errichtet wurde. Im alten Dorf führen schmale Gassen zwischen alten, blumengeschmückten Häusern hindurch. Über Lagnes erhebt sich ein Schloss aus dem 13. Jahrhundert, das im 16. und 17. Jahrhundert umgebaut wurde. Die Tour de l’Horloge überragt das Dorfzentrum. Sie diente früher als Gemeindehaus und anschließend als Schule; heute prägt ihr schmiedeeiserner Glockenstuhl die Silhouette des Turms.
Auch die Kirche Saint-Pierre erzählt von mehreren Bauphasen. Sie ist Notre-Dame-des-Anges geweiht und wurde 1612 fertiggestellt. 1844 riss man sie mit Ausnahme des Glockenturms ab und baute sie anschließend im romanischen Stil wieder auf. Die Kapelle der Weißen Büßer entstand 1646 und wird heute als Ausstellungsort genutzt. Fragen Sie vor einem Besuch vor Ort nach der Besuchsmöglichkeit.
Ein weiteres Detail im Ortsbild ist der Brunnen von Lagnes: Sein Becken ist rund und aus Stein gefertigt. Die gusseiserne Schale darüber wird von den Figuren zweier Kinder getragen. Zusammen mit den Gassen, dem Schloss und den Sakralbauten ergibt sich ein Zugang zur Ortsgeschichte, der sich an konkreten Bauwerken und ihren unterschiedlichen Formen orientiert.
Zu Fuß und mit dem Rad
Der Spazierweg zur Tête du Soldat ist von Lagnes aus zu Fuß erreichbar und führt durch eine Garrigue, die von Thymian, Rosmarin und Kiefern duftet. Ein Wanderweg bietet von einer Klippe aus einen Panoramablick auf das Dorf und die Ebene; ein weiterer führt durch den Zedernwald von Peithe. Die Wege setzen unterschiedliche Akzente: Aussicht auf den Ort und die Ebene auf der einen, ein Waldabschnitt auf der anderen.
Auch für die Fahrradplanung sind konkrete Ortsnamen genannt. Die Radroute Luberon Nr. 4 verbindet Maubec, Robion, L’Isle-sur-la-Sorgue und Lagnes. Außerdem ist die Verbindung L’Isle-sur-la-Sorgue–Lagnes–Robion als Radroute im Luberon ausgewiesen. Wenn Sie Lagnes als Übernachtungsort erwägen, können Sie den Schwerpunkt nach Ihren Interessen setzen: Baugeschichte und altes Dorf oder Aussicht, Wanderwege und Radverbindungen.
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