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Sainte-Cécile-Les-Vignes lässt sich über drei konkrete Interessen erschließen: Kulturerbe, Wein und Wege durch die Weinberge. Die Collection Louis Gauthier und die Kapellen setzen unterschiedliche Kulturakzente; Weinverkostungen und zwei Routen ergänzen die Auswahl. So können Sie den Ort danach einschätzen, ob Kultur, Wein oder Bewegung im Freien Ihren Aufenthalt prägen soll.

Kulturerbe zwischen Sammlung und Kapellen

Die Collection Louis Gauthier ist seit 2009 öffentlich zugänglich. Sie umfasst Schulmaterial, archäologische Objekte und eine umfangreiche Sammlung zur Naturwissenschaft. Wenn ein Besuch Teil Ihrer Planung ist, prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Öffnungsmodalitäten.

Die Chapelle Sainte Cécile Sainte Croix ist das älteste Gebäude der Gemeinde. Ihre Gründung wird in das 7. Jahrhundert datiert; die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1177. Die beiden Zeitangaben stehen für unterschiedliche historische Stationen: die Gründungsdatierung und den ersten schriftlichen Hinweis.

Auch die Pfarrkirche beherbergt ein kunsthistorisches Detail: In der Chapelle Saint-Roch befindet sich das Gemälde Saint Antoine de Padoue caressant l’Enfant Jésus entre saint Sébastien et saint Roch aus dem 17. Jahrhundert. Zum baulichen Erbe gehört außerdem das erhaltene Tor der früheren Befestigungsanlagen, das von der Tour de l’Horloge überragt wird. Deren schmiedeeiserner Campanile stammt aus dem Jahr 1742.

Die Chapelle Notre Dame de Consolation wurde 1858 wiederaufgebaut. In der Kapelle befinden sich eine Tür aus Nussbaumholz und religiöse Kunstwerke, darunter eine Terrakotta-Statue der Jungfrau Maria. Baugeschichte und Ausstattung geben hier unterschiedliche Anhaltspunkte für einen Blick auf das religiöse Erbe des Ortes.

Weinbau, Baugeschichte und Verkostungen

Der Weinbau in Sainte-Cécile-les-Vignes reicht bis in die Antike zurück. Im Quartier du Peyron wurde 1985 eine antike Werkstatt zur Herstellung von Weinamphoren entdeckt. Damit ist die Weintradition nicht nur mit heutigen Verkostungen, sondern auch mit einem konkreten archäologischen Fund verbunden.

Eine wesentlich jüngere Baugeschichte hat die Cave des Vignerons Réunis an der Route de Valréas: Sie wurde 1936 errichtet und 1949, 1952, 1955 sowie 1961 erweitert. Die Abfolge der Baujahre unterscheidet dieses Gebäude zeitlich deutlich von der antiken Werkstatt zur Amphorenherstellung.

Am Domaine de la Présidente können Besucher im Caveau Weine aus fünfzig Jahre alten Reben verkosten. Auf dem Domaine Moun Pantaï werden vor Ort Weine der Appellationen Côtes-du-Rhône, Côtes-du-Rhône Villages und Cru Cairanne zur Verkostung angeboten. Als Vergleichspunkte dienen hier das Alter der Reben und dort die Appellationen der Weine. Prüfen Sie die Öffnungsmodalitäten beider Orte vor der Anreise.

Zu Fuß und mit dem Rad

Der 14 Kilometer lange Wanderweg „Chemin de vigne“ führt durch die Weinberge und ermöglicht die Entdeckung der Tier- und Pflanzenwelt der Aygues. Für eine familienfreundliche Radtour eignet sich der Rundkurs „Aygues Ouvèze“, der über Straßen verläuft, die für alle zugänglich sind. Die beiden Optionen unterscheiden sich damit sowohl in der Fortbewegungsart als auch in ihrer Beschreibung: Der Wanderweg führt durch die Weinberge, der Rundkurs ist für eine Radtour ausgewiesen. Prüfen Sie vor dem Start die Streckenbedingungen.

Lage und Anreise

Die Lage lässt sich auch mit Orange einordnen: Sainte-Cécile-les-Vignes liegt weniger als 15 Kilometer nordöstlich der Stadt und ist über Straßen, darunter die Autobahn A7, erreichbar.

Weitere Reiseziele entdecken: Beaumont-Du-Ventoux, Gigondas, Sorgues, Saint-Hippolyte-le-Graveyron, Loriol-Du-Comtat, Lioux, Lafare, Fontaine-De-Vaucluse.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vaucluse.

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