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An der Carrière de Cerin lässt sich nachvollziehen, wie eine uralte Lagune und eine spätere Nutzung als Steinbruch zu zwei Kapiteln derselben Ortsgeschichte werden. Fossilien und ein interpretierender Weg führen durch diese besondere Verbindung von Naturgeschichte und menschlicher Nutzung.

Von der Lagune zum Steinbruch

Die Carrière de Cerin liegt in Marchamp und gehört zum Espace naturel Sensible „Carrière, tourbière et combe de Cerin à Ambléon“. Im 19. Jahrhundert wurde der Steinbruch wegen seines lithografischen Kalksteins ausgebeutet. Fossilien aus der Carrière trugen dazu bei, nachzuweisen, dass sich an diesem Ort vor etwa 145 Millionen Jahren eine tropische Lagune befand. Damit stehen geologische Vergangenheit und industrielle Nutzung in einer gemeinsamen Erzählung: Die Lagune gehört zu einer fernen Zeit, der Abbau des Kalksteins zur jüngeren Geschichte des Standorts. Wer sich für Paläontologie und Kulturerbe interessiert, findet hier beides in einem konkreten Zusammenhang.

Der Weg durch die Entwicklung des Standorts

Der Sentier „Sur les traces des carriers“ führt mit interaktiven Tafeln und Lesetischen durch die Entwicklung von der Lagune bis zum Steinbruch. Die Themen erscheinen so als zusammenhängende Abfolge: Auf die Naturgeschichte folgt die Nutzung des Kalksteins. Der Weg ist etwa 2 Kilometer lang und dauert ungefähr eine Stunde; die Geländebedingungen können variieren. Der Startpunkt liegt am Museum des Weilers Cerin in der Gemeinde Marchamp; Besucher können dort parken. Prüfen Sie die Zugangsinformationen vor der Anreise nochmals lokal.

Museum und Fossilien

Das Musée Paléoécologique de Cerin-Marchamp ergänzt den Weg mit den Ergebnissen von Ausgrabungen. Es präsentiert Ergebnisse weltweit renommierter Ausgrabungen, darunter Fossilien von außergewöhnlicher Qualität. Damit setzt das Museum einen anderen Schwerpunkt als der Sentier: Der Weg erzählt die Entwicklung des Standorts, das Museum zeigt die Ausgrabungsergebnisse. Wenn Sie sich besonders für die Funde interessieren, können Sie diese beiden Blickwinkel gedanklich nebeneinanderstellen. Das Museum ist selbstständig mit dem Rollstuhl zugänglich.

Tourbière de Cerin: Natur beobachten, Betretungsverbot beachten

Die Tourbière de Cerin beherbergt zahlreiche bemerkenswerte Tier- und Pflanzenarten, darunter mehrere geschützte Arten. Das Betreten der Tourbière ist verboten. Am Aussichtspunkt von L'oeil de la tourbière gibt es eine Orientierungstafel und erläuternde Informationen. Bei L'oeil de la tourbière bildet das Wasser eine kreisförmige Senke mit einem Durchmesser von 40 Metern und einer Tiefe von 2,5 bis 3,2 Metern. Die Maße machen die Dimension dieses Naturmerkmals greifbar; die Tafel bietet vor Ort Orientierung und Erläuterungen. Für die Besuchsplanung zählt hier vor allem die klare Grenze: Die Tourbière ist Lebensraum, kein Gelände zum Durchqueren.

Weitere Reiseziele entdecken: Chevillard, Thoissey, Jayat, Chavannes-Sur-Suran, Ars-Sur-Formans, Replonges, Simandre-sur-Suran, Saint-Bois.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ain.

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