Der Lac de Nantua ist glazialen Ursprungs und als Espace Naturel Sensible (ENS) klassifiziert. Auf dem See können Sie Kanus mieten und fahren. Neben dieser Aktivität stehen Wege, Geschichte und regionale Küche als weitere Themen für Ihren Aufenthalt bereit. So können Sie Nantua nach Ihren Interessen erkunden – mit Zeit auf dem Wasser, zu Fuß oder mit Blick auf die Kultur der Stadt.
See und Wege
Der Sentier de la Vierge et des Diligences bietet eine konkrete Orientierung für die Zeitplanung: Er dauert ungefähr eine Stunde und ist kostenlos. Zunächst führt er durch den Wald, anschließend in die Stadt Nantua. Dabei vermittelt er Geschichte und Landschaften der Stadt. Wenn Sie lieber einen Fußweg durch die Stadt wählen, führt der Circuit découverte de Nantua zu Informationstafeln über die bemerkenswertesten Elemente Nantua.
Der Tour du lac de Nantua ist eine gesicherte Route; 80 Prozent der Strecke sind Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Da sich die Routenanordnung ändern kann, prüfen Sie vor einem Ausflug die aktuellen Hinweise. Eine andere Wegfolge bietet der Tour des Fècles: Er steigt an einem Berghang an und bietet freie Ausblicke auf den See und Nantua. Auf dem Plateau folgt der Rundweg der Felswand bis zum Aussichtspunkt Colonne. Wegverhältnisse und Aussichtspunkte können sich ändern; prüfen Sie deshalb vor der Tour die aktuelle Situation.
Eine Route führt von Nantua zum Col de Belleroche. Die Auffahrt verläuft durch Bergwiesen und Nadelholzbestände und erreicht eine maximale Steigung von 9,4 Prozent. Damit stehen unterschiedliche Wegbeschreibungen nebeneinander: eine ungefähr einstündige Route durch Wald und Stadt, ein Rundweg am See sowie Wege mit Anstieg und Ausblicken. Die genannten Dauer- und Steigungsangaben beziehen sich jeweils auf die beschriebene Route.
Geschichte und Erinnerungsorte
Das Musée de la Résistance et de la Déportation befindet sich im ehemaligen Gefängnis von Nantua. Sein Themenbogen reicht vom Kriegsbeginn und dem Alltag während der Besatzung über das Vichy-Regime bis zu Résistance und Maquis, der Hilfe der Alliierten und der Deportation. Das Museum trägt das Label „Tourisme & Handicap“ für die Bereiche Hören, geistige Behinderung, Mobilität und Sehen.
Das Monument départemental aux déportés de l’Ain wurde von Louis Leygue geschaffen und 1949 eingeweiht. Es steht auf einer künstlichen Esplanade, die vom Seeufer ins Wasser hineinragt. Am Monument finden jährlich am 14. Dezember, dem Jahrestag der Razzia von Nantua, sowie am letzten Sonntag im April Gedenkzeremonien statt. Diese Termine gehören zum Gedenken, nicht zu einem allgemeinen Veranstaltungsprogramm.
Auch die Abbatiale Saint-Michel verbindet mehrere Epochen: Sie wurde Ende des 11. Jahrhunderts auf einer älteren Benediktinerabtei errichtet und 1907 als Monument historique eingestuft. In der Abbatiale befindet sich Eugène Delacroix’ Gemälde „Martyre de Saint-Sébastien“. Baugeschichte, Schutzstatus und Gemälde geben jeweils einen eigenen Ansatz, sich mit dem kulturellen Erbe Nantuas zu beschäftigen.
Küche und besondere Termine
Die Quenelle sauce Nantua ist das emblematische Gericht von Nantua. Die Confrérie de la Quenelle sauce Nantua veranstaltet seit 2008 jedes Jahr am ersten Oktoberwochenende die Fête de la Quenelle. Wer sich näher mit der lokalen Küche beschäftigen möchte, findet außerdem die Dégustation de quenelles au Comté: Bei dieser Verkostung übernimmt ein Mitglied der Confrérie die Leitung. Die Teilnahmemöglichkeiten können sich ändern; erkundigen Sie sich vorab nach dem aktuellen Angebot.
Kulturangebote im Alltag
Das Cinéma Jean-Pierre Améris ist ein kommunales Kino in Nantua mit vielfältigem Filmprogramm und kulturellen Veranstaltungen. Da sich das Programm verändert, prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Termine. Die Médiathèque Dubouillon empfängt Besucher dienstags und mittwochs sowie freitags und samstags und bietet eine Auswahl aus 30.000 Ressourcen. Wenn Sie einen Besuch einplanen, prüfen Sie auch hier die aktuellen Öffnungstage.
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